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Enrico Steger auf Vortragstour in Deutschland

„CAD/CAM ist keine Zukunft mehr, sondern Gegenwart“

28.09.2017

Vor 14 Jahren nahm eine beispiellose Erfolgsgeschichte ihren Anfang: von der Idee eines „Zirkographen“ zur manuellen Bearbeitung von Zirkon – über den Verkauf von ersten Fräsgeräten – bis hin zum heutigen Dentalunternehmen mit fast 300 Mitarbeitern und Filialen bzw. Schulungszentren in Deutschland, Spanien, Mexiko, Kanada, Ungarn und der USA sowie einem Export in ca. 100 Länder. Dafür und für ein Handwerk mit viel Leidenschaft stehen Enrico Steger und sein Unternehmen Zirkonzahn. Dabei bleibt Steger aber stets nahbar und hat immer „ein Ohr am Kunden“ – im Frühjahr und Sommer war er mit seinem Mitarbeiter ZT Markus Michels wieder auf Vortragstour in Deutschland.

„Investiere zwei Stunden Deiner wertvollen Zeit, um Dir revolutionierende Arbeitstechniken anzusehen und hilfreiche Tipps für Deinen Laboralltag mitzunehmen!“: Diese Ankündigung lockte rund 50 interessierte Zahntechniker zum Vortragsabend am 05. Juli nach Neu-Ulm. Im Fokus diesmal: „Friktive Teleskopprothesen ohne taktilen Scanner“.

Kommunikativ zum Erfolg

  • Enrico Steger in Aktion beim Tourhalt in Neu-Ulm.

  • Enrico Steger in Aktion beim Tourhalt in Neu-Ulm.
Zunächst gab Enrico Steger den Teilnehmern aber noch einige Botschaften zur Inspiration mit auf den Weg zu einem erfolgreichen Verkauf der zahntechnischen Produkte. Sein Fokus: die zwischenmenschliche Kommunikation. Wer den beruflichen Erfolg als Zahntechniker anstrebt, muss laut Steger lernen und üben, gut kommunizieren zu können, d. h. er muss gute Geschichten erzählen und positive Bilder im Kopf des anderen erzeugen können, die passenden Worte finden und auch auf den Rhythmus seiner Worte achten können (z. B. niemals mit einem beschuldigenden Tonfall sprechen). Dazu gehöre Empathie, um einschätzen zu können, wie die Worte beim Gegenüber ankommen.

Gute Ideen könne man sich holen, indem man öfters mal zu einem Buch greife, so der Tipp des Zirkonzahn-Chefs, denn auf diesem Wege bekomme man oft Gedanken anderer vermittelt, die man selber noch nicht hatte.

Besonders wichtig für die tägliche Praxis: stets positiv bleiben und dadurch auch positive Schwingungen beim Gegenüber erzeugen, damit der andere eher bereit ist, etwas zu tun bzw. zu kaufen. Zudem empfiehlt er, darauf hinzuarbeiten, es sich eines Tages leisten zu können, (unverschämte) potenzielle Kunden auch einmal abzuweisen sowie in den Verkaufsgesprächen einmal „ein bisschen frech zu sein“, um damit Selbstbewusstsein und Stolz zu demonstrieren – seiner Erfahrung nach werden genau diese Kunden schließlich die treuesten.

„Ein Schaumodell sagt mehr als 1.000 Worte“

Eine gute Kommunikation ist unerlässlich, aber gemäß oben stehender Maxime hat Enrico Steger auf seinen Vortragstouren auch grundsätzlich eine Vielzahl an beeindruckenden Schaumodellen im Gepäck – z. B. hochästhetische Arbeiten mit Prettau® Anterior®, einem äußerst biokompatiblen hochtransluzenten Zirkonmaterial mit einer Biegefestigkeit von 670 MPa, oder mit Multistratum Flexible®, dem Hochleistungskunststoff für Einzelkronen und bis zu 14-gliedrigen Brücken, der sich durch eine einfache Bearbeitung, eine hohe Materialgüte, eine gute Langzeitstabilität sowie eine geringe Plaqueanfälligkeit auszeichnet.

Natürlich dürfen auch Demonstrationsmodelle zum Vortragsthema nicht fehlen: Denn mit der neuen Frässtrategie und der Präzision der Zirkonzahn Scanner S300 ARTI, S600 ARTI und S900 ARTI können friktive Sekundärteile aus Chrom-Cobalt nun auch ohne taktilen Scanner gefertigt werden. Hierzu werden die Primärkronen im Modellscanner eingescannt. Die damit erreichte Scanpräzision garantiert eine optimale friktive Passung, die taktile Scans laut Steger überflüssig macht. Die Friktion kann bereits bei der Modellation der Sekundärstruktur in der Software eingestellt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Dimensionen von Prämolaren, Molaren, Front- und Eckzähnen, sind für jeden Zahn individuelle Friktionseinstellungen erforderlich. Die Feineinstellung der Friktion kann ebenfalls maschinell oder durch Polieren der Innenfläche des Sekundärteils erfolgen. Die auf Hochglanz polierte und sehr glatte Oberfläche sorgt dafür dass Primär- und Sekundärteile exzellent aufeinandergleiten.

Digitalisierung: Den Anschluss nicht verpassen

  • Friktive Metallteleskopversorgungen können mit dem Zirkonzahn CAD/CAM System nun auch ohne taktilen Scanner gefertigt werden.

  • Friktive Metallteleskopversorgungen können mit dem Zirkonzahn CAD/CAM System nun auch ohne taktilen Scanner gefertigt werden.
„CAD/CAM ist keine Zukunft mehr, sondern Gegenwart“, machte ZT Markus Michels im zweiten Vortragsteil des Abends deutlich. Die Arbeit im digitalen Workflow ließe sich aber nicht von heute auf morgen erlernen, daher sei es wichtig, jetzt das Thema im Labor anzugehen, bevor man komplett den Anschluss verliert – und das sei spätestens der Fall, wenn die Zahnarztpraxen nur noch Intraoralscandaten liefern.

Um dies zu vermeiden, bietet Zirkonzahn ein CAD/CAM-Software-Paket* mit einer Vielzahl an Modulen und regelmäßigen Updates; aktuelle Features der Module Zirkonzahn. Scan und Zirkonzahn.Modellier stellte ZT Michels live am PC vor und gab Tipps, worauf Anwender besonders achten sollten.

Mit der Scan-Software und einem optischen Streiflicht-Scanner der ARTI-Reihe können Modelle und Artikulatoren exakt gescannt werden, die Einzelscans z. B. mehrerer Abdrücke lassen sich problemlos in ein vollwertiges positives Modell umwandeln. Arbeitet das Labor nur noch rein digital und ein Techniker möchte dennoch ein physisches Modell etwa zur Kontrolle erstellen, kann die Software die Daten entweder in eine Fräsmaschine oder in einen 3D-Drucker ausgeben (via STL-Format). Darüber hinaus können Fotos, 3D-Gesichtsscans (z. B. über den Face Hunter) oder Röntgenbilder des Patienten zur optischen Hilfe eingegliedert und zusätzlich als kleiner Film abgespielt werden.

  • Nach Ende der Vorträge geben Enrico Steger und CAD/CAM-Experte ZT Markus Michels (hier mit einem Teilnehmer) immer ausreichend Gelegenheit für die Zuhörer, Fragen zu stellen.

  • Nach Ende der Vorträge geben Enrico Steger und CAD/CAM-Experte ZT Markus Michels (hier mit einem Teilnehmer) immer ausreichend Gelegenheit für die Zuhörer, Fragen zu stellen.
Ein praktisches Feature der Modellier-Software ist z. B. die Spiegelfunktion, mit der einzelne Zähne 1:1 in ihrer natürlichen Ästhetik gespiegelt und somit kopiert werden können. Der „Kettenmodus“ sorgt mit einer Perlenketten- Verbindung als intelligente Aufstellhilfe dafür, dass sich die Nachbarzähne bei der Modellation immer in Kontakt zueinander bewegen. Zahnformen liefern virtuelle Bibliotheken wie etwa die AIDA Heroes Collection inklusive Wurzelzähnen, durch diese lässt sich die Zahnachse besser erkennen und der Gingivaverlauf kann besonders natürlich gestaltet werden.

Prozesssicherheit

Der Vorteil für alle CAD/CAM-Einsteiger und -Unerfahrene: Besondere Prozesssicherheit in allen Modulen biete der „Wizard“, ein Software-Assistent, der Schritt für Schritt den User durch das Programm führt, so ZT Michels. Sein Tipp zum Abschluss: Stets dem Zahnarzt zeigen, was Ihr Labor alles kann und im Portfolio hat, z. B. anhand von fertigen Arbeiten, Schaumodellen oder Bildern, damit er bei Bedarf auch danach fragen kann und sich nicht an den Konkurrenten wendet, weil er nicht weiß, dass Ihr Labor das auch – wenn nicht sogar noch besser – kann. Zirkonzahn unterstützt seine Kunden hierzu mit umfassenden Marketingpaketen welche u. a. Fotomaterial, Broschüren und Anleitungen für Schaumodelle umfassen.

Zirkonzahn bietet einen neuen zweitägigen Spezialisierungskurs „CAD/CAM Milling Metal Telescope“ an. Ausführliche Produktbeschreibungen und eine Übersicht mit allen Kursen der Zirkonzahn Schule finden Interessierte auf www.zirkonzahn.com.

*Zirkonzahn bietet CAD/CAM-Komplettsysteme, aber auch alle Komponenten vom PC bis zum Fräsgerät mit offenen Schnittstellen an.

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