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Nachbericht

Ein Abend in Stuttgart – mit Enrico Steger

Abb. 1: Zirkonzahn-Chef Enrico Steger.
Abb. 1: Zirkonzahn-Chef Enrico Steger.

Die richtige Antwort im richtigen Moment – dies kann schnell über Erfolg oder Misserfolg eines Verkaufsgesprächs entscheiden. Wie man nicht nur überzeugende Antworten, sondern auch die richtige Einstellung für den Weg zum Erfolg finden kann, das zeigte Enrico Steger auf seiner Vortragstour „Steger kommt … und zeigt ein Jahr Weiterentwicklung“ im vergangenen Jahr. Außerdem im Gepäck: aktuelle Produktentwicklungen und eine Live-Demo der Zirkonzahn Software. Am 12.11.2015 machte der Zirkonzahn-Chef mit ZT Markus Michels Halt in Stuttgart.

  • Abb. 2: Enrico Steger und Markus Michels (Mitte) beantworteten im Anschluss noch die Fragen der Teilnehmer.

  • Abb. 2: Enrico Steger und Markus Michels (Mitte) beantworteten im Anschluss noch die Fragen der Teilnehmer.
„Man muss darüber sprechen, was man macht, und das mit Liebe und Leidenschaft! Man muss überzeugt sein von dem, was man macht. Und sich an der Arbeit erfreuen!“ – Es sind diese kurzen und knackigen Botschaften, die den Teilnehmern nach einem Vortrag von Enrico Steger (Abb. 1) fest verankert im Herzen und im Kopf bleiben werden. Denn Steger predigt nicht nur, er lebt seine Botschaften auch direkt vor. Und so geht er regelmäßig auf Vortragstour, gemäß dem Motto „Ihr braucht geile Lösungen, und wir können euch zeigen, wie das geht!“. In Stuttgart präsentierte er einen bunten Mix aus Tipps und Tricks für den zahntechnischen Alltag, die Vorstellung aktueller Produktentwicklungen und einen „Exkurs in die Welt des Marketings“ (Abb. 2).

Das richtige Marketing: Emotionen ansprechen

Seinen Vortrag eröffnete er mit der Frage: „Was antworte ich, wenn mir jemand sagt, meine Arbeit ist zu teuer?“ und zeigte damit sogleich einen wichtigen Punkt in der Welt des Marketings auf: stets eine überzeugende Antwort mit den richtigen Argumenten inklusive einer gehörigen Portion Selbstsicherheit parat zu haben. Niemals dürfe sich der Zahntechniker für eine Arbeit rechtfertigen, so Steger, sondern er müsse argumentieren können, warum er die beste und schönste Arbeit mit qualitativ hochwertigen Materialien geschaffen habe, um Anerkennung und v. a. Anziehungskraft beim Kunden zu generieren – und sich diese auch adäquat bezahlen lassen.

Seine Sprache ist sehr bildhaft – und Bilder sind auch das, was Zahntechniker laut Steger in den Köpfen ihrer Kunden für den bleibenden und prägenden Eindruck erzeugen sollen. Zum Beispiel durch ein hochwertiges in Holz gefrästes Vorzeigemodell, eine Schauarbeit, an der der Zahntechniker mit einem „Klick“ die extrem gute Passung demonstrieren kann oder ein edel gestaltetes Präsentationsbuch mit fertigen Arbeiten. Auch empfiehlt Steger, Vergleiche aus dem Alltagsleben heranzuziehen, um die Wichtigkeit eines qualitativen Zahnersatzes zu betonen. So kann der Zahntechniker z. B. die Frage stellen, wie der Kunde verfahren würde, wenn er einen Herzschrittmacher bräuchte. Würde er hier für seine Gesundheit einen billigen chinesischen wählen oder den Besten, den es auf dem Markt gibt?

Sämtliche Komponenten für die zahntechnische Arbeit – von Software, Fräsgerät über Scanner bis hin zu Werkstoffen und Fräswerkzeugen wird bei Zirkonzahn inhouse produziert. Das ist dem Südtiroler Unternehmer wichtig, denn „eine bessere Qualität kostet nicht einfach mehr, sondern sie ist auch präziser“. Rund 25 Mitarbeiter beschäftigt Steger allein in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die „die ganze Zeit recherchieren, experimentieren, ausprobieren und neue Lösungen suchen, damit wir unseren Kunden etwas zu bieten haben.“ Immer unter der Prämisse: Mit Zahntechnikerlogik entwickelt.

Außerdem im Gepäck auf einer Vortragstour: Aktuelle Produktentwicklungen

Wenn Enrico Steger auf Tour geht, hat er stets auch praktische Fallbeispiele, eine Vielzahl an Modellen zum Staunen und Anfassen sowie Geräte aus dem firmeneigenen Portfolio mit im Gepäck. Nachfolgend sollen drei aktuelle Produkte kurz vorgestellt werden.

Software*

Mit dem neuen Softwarepaket hat Zirkonzahn ein Update (inkl. Optimierung auf Full-HD [1920x1080]) mit neuen Möglichkeiten und zeitsparenden Features zum noch effektiveren und einfacheren Arbeiten im Bereich CAD/CAM auf den Markt gebracht. Das neue puristische Design – das sich nun einheitlich durch alle Module zieht –, die neuen Tools und die runderneuerte Nesting-Software sorgen nun für eine unkomplizierte Handhabung; die sogenannten „Hotkey Tips“ via Pop-Up-Nachricht geben dem Anwender hilfreiche Tipps während der einzelnen Schritte des Arbeitsprozesses.

ZT Markus Michels demonstrierte live am Bildschirm einige Features des Updates. So sind z. B. in Zirkonzahn.Scan alle gängigen Artikulatoren bereits für eine positionsechte Darstellung hinterlegt, jeder weitere kann – Michels demonstrierte es mittels des optischen Streifenlicht-Scanners S600 Arti – vermessen und dauerhaft hinterlegt werden (Abb. 2). Modelle können in verschiedenen Systemen einartikuliert (z. B. PlaneSystem® nach Udo Plaster, Camper’sche bzw. Frankfurter Ebene) sowie Ebenen zur besseren Orientierung bei Aufstellungen im Artikulatorraum eingefügt werden, ebenso Patientenbilder, 3D-Gesichtsscans (Face Hunter) und Röntgenbilder zur optischen Hilfe.

Wenn es einmal schnell gehen muss, kann nun gleichzeitig ein Modell gescannt und ein anderes berechnet werden, außerdem bietet die „Scan- und Match-Funktion“ das Scannen eines Elements von mehreren Seiten und das anschließende Zusammensetzen der Einzelscans in der Software.

Totalprothetik

  • Abb. 3: Digitale, positionsechte Konstruktion einer Totalprothese in der Modelliersoftware Zirkonzahn.Modellier im virtuellen Artikulator PS1. OK- und UK-Totalprothesen sind unter Berücksichtigung des Antagonisten auch einzeln realisierbar.

  • Abb. 3: Digitale, positionsechte Konstruktion einer Totalprothese in der Modelliersoftware Zirkonzahn.Modellier im virtuellen Artikulator PS1. OK- und UK-Totalprothesen sind unter Berücksichtigung des Antagonisten auch einzeln realisierbar.
Mit dem Software Modul „CAD/CAM Totalprothese“ demonstrierte Steger, wie Prothesenbasen inklusive Zähnen virtuell generiert werden können (Abb. 3). Die Prothesenbasis kann anschließend in verschiedenen Farben in Kunststoff oder auch in Wachs zur Einprobe gefräst werden.

Die Zähne können in der Software wie an einer Perlenkette als gesamter Bogen verformt und adaptiert werden, damit dieser auf diese Weise perfekt auf Kieferkamm und Gegenkiefer angepasst werden kann. Die einzelnen Zähne sind aus Multistratum Flexible, einem fünfschichtigen Kunststoff, individuell und proportional fräsbar oder können aus den zehn natürlichen, digitalen Zahnbibliotheken der neuen Heroes Collection entnommen werden.

Auch am Beispiel dieser Zahnbibliotheken, benannt nach Helden der griechischen Mythologie wie Aida, Rheia oder Hermes, zeigte Steger, dass im Verkaufsgespräch gezielt Emotionen angesprochen werden sollten. Sein Tipp: Warum nicht gegenüber dem Patienten erwähnen, bei der einen Zahnreihe hätte ein Oberarzt Modell gestanden, bei der anderen ein Rechtsanwalt usw. … und der Kunde wird sich mit seinen neuen Zähnen auch ein wenig als Oberarzt oder Rechtsanwalt fühlen.

Werkstoff

Ebenfalls eines der Produkthighlights 2015 aus Gais in Südtirol ist der neue Hochleistungskunststoff Tecno Med. Er eignet sich für die Herstellung von Friktionselementen auf Teleskoparbeiten oder Geschieben und erlaubt auch in Situationen, in denen keine Verschraubung möglich ist, bedingt abnehmbare Lösungen. Tecno Med verfügt über eine besonders hohe Plaqueresistenz und Biokompatibilität und ist somit besonders zur Herstellung von permanentem Zahnersatz bzw. als Werkstoff für die Behandlung von Allergiepatienten geeignet. Durch die teilkristalline Anordnung der Molekülketten zeichnet sich der Hochleistungskunststoff zudem durch eine ausgezeichnete Festigkeit und eine hervorragende chemische Beständigkeit aus. Er besitzt eine dem menschlichen Knochengewebe sehr ähnliche Elastizität und ist uneingeschränkt sterilisierbar, nicht abrasiv und absolut verfärbungsfrei.

*Zirkonzahn bietet CAD/CAM-Komplettsysteme, aber auch alle Komponenten vom PC bis zum Fräsgerät mit offenen Schnittstellen an. Mehr Informationen finden Sie unter www.zirkonzahn.com

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Weitere Informationen:

Auch dieses Jahr ist Enrico Steger wieder auf Vortragstour in 33 deutschen Städten unterwegs, diesmal mit dem Vortragstitel „Die Zirkonzahn Schule – Digitale Ausbildung für alle Dentallösungen und Werkstoffe“.

Die nächsten Termine sind am 17.02. in Düsseldorf, am 18.02. in Bielefeld und am 19.02. in Dortmund. Weitere Termine und Informationen auf www.zirkonzahn.com unter dem Reiter „Veranstaltungen“.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: M. A. Susanne Wolf

Bilder soweit nicht anders deklariert: M. A. Susanne Wolf


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