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Neu: Swiss School of Prosthetics by CANDULOR

03.07.2019

Die Swiss School of Prosthetics by CANDULOR wurde auf der vergangenen IDS im März vorgestellt.
Die Swiss School of Prosthetics by CANDULOR wurde auf der vergangenen IDS im März vorgestellt.

Die CANDULOR AG hat ein neues Fortbildungsangebot unter dem Namen "Swiss Denture Program" gelauncht.

Einer der originären Ursprünge moderner abnehmbarer Prothetik liegt in der Schweiz, genauer in Zürich. GYSI und GERBER forschten, lehrten und entwickelten dort ihre umfassenden prothetischen Behandlungs- und Lösungsstrategien einschließlich wegweisender Okklusionskonzepte, Artikulatoren, Gesichtsbögen, künstlichen Zähnen, Zylinder für die Overdenture-Versorgung u.v.m. Mit ihrem Wirken beeinflussten sie maßgeblich die gingival gelagerte, die periodontal und heute auf Implantaten gestützte abnehmbare Prothetik, einschließlich zahlreicher anatomisch-physiologischer Grundlagen bis heute.

Swiss School of Prosthetics by Candulor

Für die Fortbildung auf dem Gebiet der abnehmbaren Prothetik, der removable dentures, ist die Swiss School of Prosthetics die neue Schweizer Qualitätsmarke. Entstanden in der Schweiz, in der Welt zu Hause, denn Wissen verbindet, wenn es nachhaltig geteilt wird. Ein globales Netzwerk aus Dozentinnen und Dozenten aus Lehre und Praxis, aus Zahnmedizin und Zahntechnik gibt sein Wissen und Können auf Basis eines zeitgemäßen prothetischen und didaktisch fundierten Schulungskonzepts weiter. Initiiert und gefördert von der CANDULOR, die seit über 80 Jahren mit Produkten und Schulungen engagiert auf diesem Gebiet mit Wissen, Erfahrung, Präzision, Ästhetik und Schweizer Qualität in Zürich verankert und international vernetzt ist.

Mehr als nur Standard

Gegründet für Zahnärzte, Zahntechniker, Clinical Dental Technicians und Prothetiker, die Patienten keine Standardlösung anbieten und mehr Sicherheit als Konstante ihrer prothetischen Erfolge in Praxis und Labor gewinnen wollen. Kenntnisse und Fertigkeiten erfolgreich einzusetzen, ob analog oder digital, setzt Motivation, Verstehen, Anwenden der Fertigkeiten und auf Erfahrung basierende Urteilsfähigkeit voraus. Für deren Förderung ist das modulare Curriculum der Swiss School of Prosthetics entwickelt.

Die für jedes einzelne Modul aufwendig erstellten Workbooks beschreiben in sachlogischer Reihenfolge die Lehrgangsinhalte in Theorie und Praxis. Didaktisch konzipierte Illustrationen sowie praxisnahe Fotoserien nach dem Step-by-Step-Prinzip unterstützen das Lernen, aber auch das Nachschlagen im Alltag. Ebenso stehen den Dozentinnen und Dozenten kurzspezifische Lecturer Books zur Verfügung. Wo auch immer ein Kurs der Swiss School of Prosthetics stattfindet, sind dadurch die Voraussetzungen geschaffen, ein gleichbleibend hohes Schweizer Qualitätsniveau zu gewährleisten. 

Aufbau des Swiss Denture Program mit 12 Modulen

Das Lehrgangsangebot besteht aus zwölf Modulen, gegliedert in jeweils sechs Grund- und Aufbaukurse. Sie enthalten das Erlernen, Vertiefen oder auch Wiederholen theoretischer und praktischer Inhalte rund um die Totalprothetik, die periodontal oder enossal gestützte Overdenture sowie abnehmbare Tertiärkonstruktionen nach aktuellem Standard. Die modulare Struktur ermöglicht TeilnehmerInnen, ein individuell angepasstes Lerntempo von den Grundkursen bis hin zu den Aufbaukursen zu absolvieren. Modular strukturiert zum Erfolg in Praxis und Labor.

Die Grundkurse

Grundkurs, Wissen Zahnmedizin: Die zahnmedizinische Basis der Totalprothetik

Von der Situationsabformung bis zur Registrierung der Relationen. Die Wissensbasics der häufig unterschätzten Königsdisziplin Totalprothetik für reproduzierbare Behandlungserfolge auffrischen und vertiefen. Zu den klinisch-methodischen Grundlagen schleimhautgetragener Totalprothesen zählen die den Halt beeinflussenden Faktoren, die Auswahl, Gestaltungsgrundsätze sowie die Verwendung geeigneter Hilfsmittel für probate klinische und laborseitige Arbeitsunterlagen.

Grundkurs, Wissen Zahntechnik: Die zahntechnische Basis der Totalprothetik

Vom Situationsmodell bis zur Modellmontage. Die Wissensbasics zeitgemäßer, qualitativ hochwertiger Totalprothetik vom Situationsmodell bis zum Orientieren der Modelle in den Artikulator für diese qualifizierte Versorgungsform auffrischen und vertiefen. Totalprothetik ist ein häufig unterschätztes und dabei anspruchsvolles Therapiemittel, die einem Patienten fast alles wiedergibt, was er intraoral verloren hat und damit nicht nur die primäre Funktionalität, sondern auch die orofaziale Wirkung für das Patientenumfeld wiederherstellt. Konzeptionelle, systematische Totalprothetik ist deshalb viel mehr als nur «Zähne aufzustellen», sie erfordert anatomisches und prothetisches Wissen sowie das handwerkliche Know-how für die Umsetzung.

Grundkurs, Hands-on Labor: Setup – Totalprothetik in physiologischer Okklusion

Mit den PhysioStar NFC+ Frontzähnen und den Bonartic II NFC+ Seitenzähnen ist das Erlernen der Grundprinzipien für die Zahnaufstellung in Zahn-zu-zwei-Zahn-Okklusion für die Totalprothetik kein «Zauberwerk». Auf Modellen gelöster Patientenfälle wird die Systematik von der Modellanalyse bis zur Aufstellung des letzten Zahns vermittelt; einfache Techniken zur Selbstkontrolle im Alltag inklusive. Die systematische Korrektur der Okklusion in Zentrik und Exzentrik folgt nach vollständiger Zahnaufstellung. Abschließend wird die Gestaltung des Zahnfleischs und der alveolären Kieferpartien nach myodynamischen und anatomisch-physiologischen Gesichtspunkten in Wachs ausgeformt.

Grundkurs, Hands-on Labor- und Patientenmodul: Setup – Lingualisierte Totalprothetik nach dem GERBER-Konzept

Kaustabilität ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg totalprothetischer Versorgungen. Prothesenträger bemängeln nicht selten schmerzhafte Druckstellen, ungenügenden Prothesenhalt und eingeschränkte Kaufunktion. Mit der lingualisierten Seitenzahnaufstellung nach dem GERBER-Konzept werden diese Einschränkungen weitgehend vermieden. Wie logisch und prinzipiell einfach eine autonome Kaustabilität durch Anwendung der von GERBER entwickelten Grundsätze zur lingualisierten Seitenzahnaufstellung erlernt oder auch aufgefrischt werden können, wird Einsteigern bzw. Wiedereinsteigern am Beispiel einer Wachsaufstellung auf Basis eines gelösten Patientenfalls vermittelt.

Grundkurs, Hands-on Labor: Der Stoff, aus dem Prothesen gemacht werden: Kolorieren, Polymerisieren, Reokkludieren, Finishing

Die Umsetzung der Wachsmodellation in farblich charakterisiertem PMMA ist der Stoff, der einer abnehmbaren Prothese lebendige Kontur, Textur, Lichtbrechung, Körperhaftigkeit und damit täuschend echte Natürlichkeit verleiht. Der Kurs vermittelt, wie und nach welchen Grundsätzen die natürlich wirkende «Rote Ästhetik» modelliert, künstliche Zähne körperhaft wie natürliche wirken und wie der Prothesenkörper myodynamisch gestaltet wird. Thema ist auch, wie der Verbund zwischen Kunststoffzahn und Prothesenkunststoff langlebig stabil bleibt und wie bei der Reokklusion am effizientesten vorgegangen wird. Vermittelt wird darüber hinaus, wie sich der Aufwand des Ausarbeitens schon während der Wachsmodellation reduziert und das Finishing Haltbarkeit und Hochwertigkeit der handwerklichen Umsetzung wiedergibt.

  • Übersicht über die Grundkurse....
  • ... und die Aufbaukurse.
  • Übersicht über die Grundkurse....
  • ... und die Aufbaukurse.

Die Aufbaukurse

Aufbaukurs, Hands-on Labor- und Patientenmodul: Die unsichtbare Prothese

Abnehmbare Prothetik, die für das Umfeld ihrer Träger nicht zu erkennen ist, thematisiert dieser Labor- sowie Patientenkurs von der Wachsaufstellung bis zur kolorierten «Roten Ästhetik» des Prothesenkörpers.

Die gesichtsbezogene Wahl der Frontzähne, ihre individuelle Anpassung, deren Stellung, aber auch die Wirkung der Lichtreflexe durch naturgemäße Labialflächentextur beeinflussen das ästhetische Erscheinungsbild entscheidend. Mit Know-how und Hands-on-Elementen wird anhand gelöster Patientenfälle und Dokumentationen (im Laborkurs) erlernt, wie effizient die Individualität des Patienten durch Prothetik wiederhergestellt und hochwertig umgesetzt wird. Anspruchsvolle Patienten wünschen für ihr Umfeld und sich eine als täuschend natürlich wirkende und vor allem entsprechend «unauffällige» Zahnersatzgestaltung. Mit welcher Systematik und mit welchen Techniken in Praxis und Labor die Weiße und Rote Ästhetik in der abnehmbaren Prothetik umgesetzt wird, ist Schwerpunkt des Patientenkurses.

Aufbaukurs, Hands-on Labor: Crossbite & Angle. Komplizierte Bisslagen totalprothetisch lösen

Laterale Kreuzbiss-Situationen können in vielen Fällen durch das Nutzen der Korrekturbereiche der Statiklinien vermieden werden. Reicht dies nicht aus, führt eine einfache Systematik der Zahnaufstellung für Kreuzbisslagen zur autonomen Kaustabilität der Ersatzzähne z.B. mit Hilfe der Lingualisierung nach GERBER.

Angle-Klassen sind für die Wiederherstellung des Gesichtsprofils in Totalprothetik relevant. Welche Bedeutung die Angle-Klassen insbesondere für die bilaterale Abstützung haben und welche Rückschlüsse auf die Frontzahnstellung und damit für das Gesichtsprofil mit dem Ziel einer orofazialen Harmonie gezogen werden können, ist der zweite Schwerpunkt dieses Laborkurses.

Aufbaukurs, Hands-on Labor: Unimaxilläre Overdenture-Versorgung nach GERBER

Für den Erhalt der Pfeilerzähne bzw. Implantate wird die Zahnaufstellung in autonomer Kaustabilität und lingualisierter Okklusion angewendet. Die Logik der totalprothetischen Grundsätze nach GERBER für die Overdenture-Versorgung auf Basis gelöster Patientenfälle wird in diesem Kursmodul vermittelt.

Aufbaukurs, Hands-on Labor: Bimaxilläre Hybridprothetik: Tertiärkonstruktionen in Funktion und Ästhetik

Abnehmbare Kombi-Zahnersatzkonstruktionen werden zunehmend auf Implantaten gestützt. Zu ihrem Erhalt als Pfeiler trägt das gewählte (prothetische) Okklusionskonzept bei. Für die lineare Belastung in Form der auf den Stützlinien verlaufenden Okklusionskontakte wird hierfür zum einen das BC-Kontaktschema, zum anderen das Prinzip der autonomen Kaustabilität mit Hilfe der Zahn-zu-Zahn-Okklusion vertieft und angewendet. Anhand gelöster Patientenfälle und Dokumentationen wird das Thema Frontzahnästhetik vertieft. Ein weiterer Schwerpunkt ist die «Rote Ästhetik» und deren Aufgabe, Primär- und Sekundärgerüstelemente natürlich wirkend «visuell zu verdecken».

Aufbaukurs Patientenmodul: Hybridprothetik lingualisiert und ästhetisch

Mit welcher Systematik und mit welchen Techniken in Praxis und Labor Okklusion nach lingualisiert orientierter Okklusion in Zahn-zu-Zahn-Beziehung sowie die weiße und rote Ästhetik gestaltet wird, ist Schwerpunkt mit live Patientenversorgung. Hierzu zählen die gesichtsbezogene Wahl der Frontzähne, deren individuelle Anpassung und phonetische Aufstellung, die Wirkung der Lichtbrechung durch eine naturgemäße Labialflächentextur. Darüber hinaus erfolgt die Fertigstellung in farblicher Charakterisierung der anatomisch-physiologischen Gingiva und myodynamischen Anlagerungsareale des Prothesenkörpers.

Lernerfolg testen und anrechnen lassen

Was ist nach dem Kurs hängen geblieben? Wo ist es empfehlenswert, erneut einen Blick in das Workbook zu werfen? Um das herauszufinden, können TeilnehmerInnen der Swiss School of Prosthetics sich selbst testen, um einen maximalen Nutzen für ihren nachhaltigen Lernerfolg zu ziehen. Nach Absolvieren eines jeden Kurses erhalten die TeilnehmerInnen Zugriff auf einen Onlinetest. Bei erfolgreichem Bestehen wird jeder Onlinetest für den «Swiss Denture Expert by CANDULOR» angerechnet. Auch dann, wenn die Entscheidung für das Erlangen des Experten-Levels erst später fallen sollte.

Kompetenz in abnehmbarer Prothetik – Swiss Denture Expert by CANDULOR

Nach erfolgreicher Teilnahme an drei Grundkursen und zwei Aufbaukursen mit jeweils nachgelagertem Onlinetest wird der «Swiss Denture Expert by CANDULOR» der Swiss School of Prosthetics erworben. Absolventen erhalten für den Informationsaustausch im Wissens- und Erfahrungsnetzwerk der Swiss School of Prosthetics ein Membership.

Mit einem Bein in der Praxis, mit dem anderen im Dentallabor

Leitgedanke und Motivation, die Swiss School of Prosthetics zu gründen, formuliert Claudia Schenkel-Thiel, Managing Director der CANDULOR, wie folgt: „Wir entwickeln und fördern das Know-how in Kenntnissen und Fertigkeiten gleichermaßen für Zahnärzte, Zahntechniker und Prothetiker. Wir leben heute mehr denn je in einer zunehmend globalen dentalen Wissensgemeinschaft. Sie alle arbeiten mit ihren Händen und folgen dabei systematisch auf Wissen, manuellen Fertigkeiten und Erfahrung basierenden Lösungsstrategien. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob die Hand einen Abformlöffel, einen Intraoralscanner, ein Wachsmesser oder eine Maus hält. Entscheidend für das Patientenwohl in der Prothetik ist, dass Zahnärzte, Zahntechniker und Prothetiker die Rahmenbedingungen richtig einschätzen, um die angestrebte prothetische Lösung angemessen zu realisieren. Hierbei steht die CANDULOR initiativ mit der Swiss School of Prosthetics als Medizinprodukthersteller und Know-how Vermittler bereits seit 80 Jahren bildlich gesprochen mit einem Bein am Behandlungsstuhl, mit dem anderen im Dentallabor. Prothetischer Versorgungserfolg entsteht durch das Zusammenwirken, die Anerkennung der jeweiligen Kompetenzen. Wir fassen unseren Erfahrungsfundus mit unseren Dozentinnen und Dozenten jetzt strukturiert als Grund- und Aufbaukurse in einem neuen Fortbildungsangebot zur abnehmbaren Prothetik zusammen."

Dies auch als ein Beitrag, das Beste für das totalprothetische Wie, Womit und Warum für nachfolgende Generationen an Zahnärzten, Zahntechnikern und Prothetikern auf einem global einheitlichen Qualitätsniveau zur Verfügung zu stellen, das bisherige beachtliche Wissen nicht aus den Augen zu verlieren, es zeitgemäß zu erweitern, zu ergänzen und professionell zu vermitteln.

Quelle: CANDULOR


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