Totalprothetik


Neue Frontzahngeneration für neue Patientengeneration

29.03.2018
aktualisiert am: 18.04.2018

Die neue Generation der sogenannten „jungen Alten“ hat enorm hohe Erwartungen an Zahnersatz. Sie wünscht sich Versorgungen, die sich absolut harmonisch in ihr äußeres Erscheinungsbild einfügen und ihre Vitalität unterstreichen. VITAPAN EXCELL (VITA Zahnfabrik, Bad Säckingen) ist eine neue Frontzahngeneration, die diese Erwartungen bestens bedient. Der Schichtaufbau dieses Frontzahnes ist so konzipiert, dass er den natürlichen Farbverlauf nachbildet. In Kombination mit der facettenreichen Oberflächentextur ermöglicht er Rekonstruktionen mit besonders lebendigem Farb- und Lichtspiel. Im folgenden Fallbericht beschreibt der Dipl.-Denturist Urban Christen zentrale Schritte einer totalprothetischen Rehabilitation mit VITAPAN EXCELL.

1. Ausgangssituation: insuffiziente Totalprothese

Eine 51-jährige Patientin war mit dem ästhetischen Erscheinungsbild, der Kaueffizienz und der Phonetik ihrer bisherigen totalprothetischen Versorgung unzufrieden und wurde deshalb in meiner Praxis für Zahnprothetik vorstellig (Abb. 1–3). Defizite in der ästhetischen Zone wie die spitz zulaufenden und nach vestibulär und kaudal zu prominenten Inzisiven waren sofort erkennbar. Den Buchstaben „F“ auszusprechen, fiel der Patientin mit dieser Totalprothese schwer. Zudem zeigten sich bei der extraoralen Inspektion der Prothesen deutliche Abrasionen an den Prothesenzähnen, die im Laufe der Zeit zu einem Verlust der vertikalen Dimension geführt hatten. Die Patientin entschied sich nach umfassender Beratung für eine totalprothetische Neuanfertigung.

  • Abb. 1: Ausgangssituation: Das ästhetische Erscheinungsbild zeigte deutliche Defizite.
  • Abb. 2: Kaueffizienz und Phonetik waren nicht zufriedenstellend.
  • Abb. 1: Ausgangssituation: Das ästhetische Erscheinungsbild zeigte deutliche Defizite.
  • Abb. 2: Kaueffizienz und Phonetik waren nicht zufriedenstellend.

  • Abb. 3: Die ästhetisch und funktionell insuffizienten Prothesen zeigten massive okklusale Abrasionen.
  • Abb. 3: Die ästhetisch und funktionell insuffizienten Prothesen zeigten massive okklusale Abrasionen.

2. Präzise Abformung: für vorhersagbare Ergebnisse

Mit konfektionierten Schreinemakers-Löffeln wurde eine Erstabformung mit Alginat genommen, bei der alle relevanten anatomischen Strukturen wiedergegeben wurden (Abb. 4). Auf den hergestellten Modellen konnten nun die individuellen Abformlöffel und die Bissschablonen hergestellt werden. Vor der mukodynamischen Abformung wurden die Löffel einprobiert und gegebenenfalls eingekürzt, um einen sicheren Sitz zu gewährleisten (Abb. 5). Auf dieser Basis entstanden Meistermodelle, auf denen die Bissschablonen gefertigt wurden. Für die reproduzierbare Verschlüsselung mit Registriersilikon wurden in den UK-Wachswall beidseitig retentive Elemente, im OK-Wachswall dreieckige Rillen für die eindeutige zentrische Repositionierung eingearbeitet (Abb. 6–8).

  • Abb. 4: Mit konfektionierten, anatomischen Löffeln wurden die Kieferkämme im OK und UK abgeformt.
  • Abb. 5: Der Sitz der individuellen Abformlöffel muss auch bei mukodynamischen Bewegungen gewährleistet sein.
  • Abb. 4: Mit konfektionierten, anatomischen Löffeln wurden die Kieferkämme im OK und UK abgeformt.
  • Abb. 5: Der Sitz der individuellen Abformlöffel muss auch bei mukodynamischen Bewegungen gewährleistet sein.

  • Abb. 6: Ein retentiver Unterschnitt wurde im UK-Wachswall eingearbeitet, um das Registriersilikon zu fixieren.
  • Abb. 7: Dreieckige Rillen in der OK-Bissschablone ermöglichten eine klinische Repositionierung und Prüfung der Zentrik.
  • Abb. 6: Ein retentiver Unterschnitt wurde im UK-Wachswall eingearbeitet, um das Registriersilikon zu fixieren.
  • Abb. 7: Dreieckige Rillen in der OK-Bissschablone ermöglichten eine klinische Repositionierung und Prüfung der Zentrik.

  • Abb. 8: Die zentrische Kondylenposition wurde mit Registriersilikon verschlüsselt und anschließend überprüft.
  • Abb. 8: Die zentrische Kondylenposition wurde mit Registriersilikon verschlüsselt und anschließend überprüft.

3. Prothetisches Ergebnis: ästhetisch-funktionelle Harmonie

Die Aufstellung erfolgte auf Grundlage der registrierten Wachswälle. Bei der Aufstellung der OK-Front wurde auf eine runde und breitere Ausformung des Zahnbogens geachtet, die Inzisalkanten außerdem deutlich nach kranial verlagert. Dank des ausgewogenen Längen-Breiten-Verhältnisses von VITAPAN EXCELL ging die Frontzahnaufstellung leicht von der Hand (Abb. 9). Die Prothetikaufstellung harmonierte bei der Wachsanprobe mit Muskulatur, Lippenverlauf und Physiognomie und erlaubte eine einwandfreie Phonetik (Abb. 10). Nach der Umsetzung in Kunststoff zeigte die totalprothetische Versorgung ein hohes Maß an Lebendigkeit und Natürlichkeit, das aufgrund der hohen Lachlinie voll zur Geltung kam. Um dieses Resultat zu ermöglichen, wurde der Schichtaufbau von VITAPAN EXCELL Frontzähnen so konzipiert, dass er den Farbverlauf natürlicher Zähne in Form einer dreidimensionalen Struktur nachbildet. In Kombination mit der facettenreichen Oberflächentextur ermöglicht dieser Frontzahn neuer Generation Prothetik mit lebendigem Farb- und Lichtspiel (Abb. 11 u. 12).

  • Abb. 9: Da sich VITAPAN EXCELL am natürlichen Vorbild orientiert, ist eine schnelle und individuelle Wachsaufstellung möglich.
  • Abb. 10: Den Buchstaben „F“ konnte die Patientin bei der Wachsanprobe ohne Probleme aussprechen.
  • Abb. 9: Da sich VITAPAN EXCELL am natürlichen Vorbild orientiert, ist eine schnelle und individuelle Wachsaufstellung möglich.
  • Abb. 10: Den Buchstaben „F“ konnte die Patientin bei der Wachsanprobe ohne Probleme aussprechen.

  • Abb. 11: Die dreidimensionale, anatomische Schichtstruktur, kombiniert mit der facettenreichen Oberflächentextur, ermöglicht ein natürliches Farb- und Lichtspiel.
  • Abb. 12: Ergebnis: Die Patientin war von dem hochästhetischen Ergebnis und von der Funktionalität ihrer Neuversorgung begeistert.
  • Abb. 11: Die dreidimensionale, anatomische Schichtstruktur, kombiniert mit der facettenreichen Oberflächentextur, ermöglicht ein natürliches Farb- und Lichtspiel.
  • Abb. 12: Ergebnis: Die Patientin war von dem hochästhetischen Ergebnis und von der Funktionalität ihrer Neuversorgung begeistert.

Erstveröffentlichung in DENTASTIC 1/2018, Venture Law GmbH, Schweiz. 

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dipl.-Denturist Urban Christen


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