Industrie-Report


CAD/CAM heute – viele Möglichkeiten, kaum Grenzen

08.02.2016

Abb. 1: Primärteleskope auf dem Gipsmodell.
Abb. 1: Primärteleskope auf dem Gipsmodell.

Heute werden nicht nur kleinere Arbeiten maschinell gefräst, viele Labore wollen auch großspannige und anspruchsvolle Arbeiten bis hin zu teleskopgetragenen Versorgungen und Implantatprothetik im eigenen Betrieb herstellen. Beim Kauf eines CAD/CAM-Systems ist deshalb darauf zu achten, dass dieses vielseitig ist, also zur Versorgung vieler verschiedener Indikationen verwendet werden kann, und Ergebnisse hoher Präzision und Reproduzierbarkeit erlaubt. Zudem muss die Anwendung leicht verständlich und schnell von der Hand gehen. Dann profitiert der Anwender zusätzlich von einer Zeiteinsparung gegenüber der manuellen Fertigung.

Die temperaturstabilisierte 5-Achs-Maschine Gamma 202 5D von Wissner, Göttingen, wurde für eine entsprechend große Indikationsvielfalt ausgelegt: Möglich ist die Herstellung von Abutments, Stegkonstruktionen, implantatgetragenen Brücken, Suprakonstruktionen und vielem anderen mehr. Darüber hinaus benötigen gute Ergebnisse einen optimal abgestimmten Workflow zwischen Praxis und Labor, der die Arbeit erleichtert und die Kosten und Fehlerquellen reduziert.

Der Anwender der CAD/CAM-Maschine Gamma 202 5D, ZTM Norbert Göpfert (Dentallabor Norbert Göpfert, Iphofen) berichtet im Folgenden aus seinem Laboralltag.

Anspruchsvolle Zahntechnik – präzises Arbeiten

Das Portfolio in unserem Labor umfasst neben der klassischen Einzelkrone und mehrspannigen Brücke auch die Galvanotechnik, Titanverarbeitung, das Laserschweißen, den Modellguss, die Implantattechnik einschließlich individueller Abutments und Stegkonstruktionen, Voll- und Presskeramik, die Riegeltechnik, individuelle Totalprothetik sowie auch computerunterstützt hergestellte Teleskoparbeiten in allen Spannen und Ausführungen (Abb. 1-4).

  • Abb. 2 u. 3: Fertiggestellte Teleskop-Arbeit. Die Passung überzeugt.
  • Abb. 4: Präzise gefräste Teleskope.
  • Abb. 2 u. 3: Fertiggestellte Teleskop-Arbeit. Die Passung überzeugt.
  • Abb. 4: Präzise gefräste Teleskope.

Die CAD/CAM-Fertigung zeigt bei Teleskoparbeiten dieselben Vorteile wie für andere Indikationen. Von besonderer Bedeutung ist allerdings, dass die Schritte der Prozesskette genau eingehalten und präzise ausgeführt werden. Denn jeder Schritt im Workflow, beginnend mit der Modellherstellung, dann weiter mit der Anfertigung der Primärteile, dem Scannen, Konstruieren und schließlich Fräsen und Aufpassen ist Teil des Ganzen und beeinflusst das Endergebnis. Jede Ungenauigkeit wird spätestens hier sichtbar. Um Präzision zu erreichen, müssen auch die individuellen Softwareparameter der Fräsmaschine systemspezifisch optimiert werden. Das ist für jedes eigene Gerät erforderlich. Die richtige Anwendung zum Mattieren des Scanobjektes ist ebenfalls sehr wichtig, denn sie ist mit für die Passung der Sekundärteile verantwortlich. Als entscheidend erweist sich aus meiner Sicht zudem die aktive Temperaturstabilisierung der Maschine, die ihrerseits die Basis für das Erreichen einer hohen Passgenauigkeit legt.

CAD/CAM versus Guss

Bei voll gefrästen Sekundärteilen erfahren wir enorme Vorteile gegenüber gegossenen Konstruktionen:

  • Homogenität des Materials;
  • keine Gusslunker mehr;
  • keinerlei Gusseinschlüsse z. B. von Einbettmasse etc.;
  • keine Gusskontraktionen mehr;
  • kein Verzug mehr, auch später bei der Weiterverarbeitung (Verblenden etc.);
  • die Möglichkeit, eine reproduzierbare Präzision zu erreichen, mit weniger Fehlerquellen;
  • keine Fehlerquellen mehr bei der Dublierung der Modelle, sowie bei der Modellation;
  • auch die Schleifarbeiten sind in relativ kurzer Zeit durchgeführt.

Nützlich und überzeugend ist natürlich auch die Vielfalt der Materialien, die wir per CAD/CAM verarbeiten können. Hierzu gehören Zirkoniumdioxid, NEM-Legierungen, PEEK, Komposit, Wachs, Leuzitkeramik, Gips und Kunststoffe wie PMMA.


Weitere Informationen:

Wissner Gesellschaft für Maschinenbau mbH
August-Spindler-Straße 14
37079 Göttingen
Tel.: 0551 50508-10
E-Mail: wissner(at)wissner-gmbh.de
www.wissner-gmbh.de

Laborkontakt:

ZTM Norbert Göpfert
Norbert Göpfert Dental-Labor GmbH
Kirchplatz 6
97346 Iphofen
E-Mail: info(at)goepfert-dental.de


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