Industrie-Report

CADdent® lud zum persönlichen Austausch bei Roadshow

Welche Vorteile bietet ein Laser- und Fräszentrum?

Mittels LaserMelting Gold erstellte Brücke.
Mittels LaserMelting Gold erstellte Brücke.

Von Augsburg über Stuttgart, Dortmund, Bremen und Potsdam bis nach Leipzig: Unter dem Motto „Wir bringen unsere Techniker zu Ihnen!“ war CADdent-Inhaber und -Geschäftsführer ZTM Roland Rager mit seinem Team Ende des vergangenen Jahres mit einer Roadshow „on tour“ im Bundesgebiet. Im Fokus standen neben praktischen Tipps, Tricks und Kniffen für den Laboralltag der digitale „Modellguss“ mittels LaserMelting und das neueste Angebot im Produktportfolio – die dreidimensionale intelligente Planung (3DIP).

2019 hatte für das Augsburger Laser- und Fräszentrum, das sich als Partner des zahntechnischen Labors und reiner Zulieferer von zahntechnischen Halbfertigprodukten versteht, mit einem Meilenstein begonnen: Als (nach eigenen Angaben) erster Anbieter weltweit von LaserMelting mit einer Goldlegierung (CADgold 84) hat CADdent in der Dentalbranche von sich reden gemacht (wir berichteten unter www.ztmaktuell.de/lasermelting-gold). Abgerundet wurde das vergangene Jahr, in dem auch das 10-jährige Firmenjubiläum gefeiert wurde, mit einer Roadshow durch Deutschland. Hier stand nicht nur die Vorstellung des Unternehmens und seiner Angebotspalette im Vordergrund, sondern auch der direkte Kontakt und Austausch mit Zahntechnikern gemäß dem Firmenleitsatz „Von Techniker zu Techniker“.

Digitaler „Modellguss“

Nach einführenden Worten über die Entstehung und Geschichte des in der 3. Generation familiengeführten Unternehmens von Fabian Rager (Vertriebs- und Marketingleiter bei CADdent) stellte ZT André Biederwolf (stellvertretender technischer Betriebsleiter) die Möglichkeiten des digitalen „Modellgusses“ durch das additive Schichtbauverfahren LaserMelting vor.

  • ZTM Roland Rager, Inhaber und Geschäftsführer von CADdent.
  • Fabian Rager, er verstärkt gemeinsam mit seinem Bruder Rene seit 2018 das Familienunternehmen.
  • ZTM Roland Rager, Inhaber und Geschäftsführer von CADdent.
  • Fabian Rager, er verstärkt gemeinsam mit seinem Bruder Rene seit 2018 das Familienunternehmen.

  • ZT André Biederwolf ist stellvertretender technischer Betriebsleiter bei CADdent.
  • ZTM Guido Gäßler, Projektleiter Entwicklung bei CADdent.
  • ZT André Biederwolf ist stellvertretender technischer Betriebsleiter bei CADdent.
  • ZTM Guido Gäßler, Projektleiter Entwicklung bei CADdent.

Hierbei wird auf Grundlage von eingesandten Konstruktionsdaten, welche in einzelne Ebenen zerlegt werden, der pulverförmige Werkstoff (CoCr, Titan oder Gold) mittels fokussierter Laserstrahlung aufgeschmolzen. Dieses „Belichten“ des Pulvers entlang der Objekte erfolgt auf einer Grundplatte, auf der der Werkstoff Schicht für Schicht aufgetragen wird. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis alle Objekte fertiggestellt sind. Vorteile des Verfahrens sind neben der absoluten Homogenität im Metallgefüge, der großen Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung beliebig komplexer Formen und hervorragenden Passungseigenschaften auch die Schonung von Ressourcen und Umwelt, da überschüssiges Pulver ohne Qualitätsverlust weiterverarbeitet wird.

Für den digitalen „Modellguss“ im LaserMelting-Verfahren haben CADdent-Kunden vorab zwei Möglichkeiten der Datenanlieferung: zum einen die Datenanlieferung von fertiggestellten Designs aus sämtlichen Konstruktionsprogrammen oder das Einsenden von IOS-Daten bzw. klassischen Modellen. Die Techniker im Laserund Fräszentrum übernehmen bei Bedarf die Konstruktion und sorgen für ein passgenaues Ergebnis.

Für die Umsetzung stehen zwei Materialien zur Verfügung, Kobalt-Chrom (remanium star®) oder Titan (rematitan® – jeweils von Dentaurum, Ispringen), die Auslieferung erfolgt schließlich auf Wunsch ausgearbeitet und poliert, verschliffen oder nicht verschliffen. Als metallfreie Alternative z. B. für Allergiepatienten können „Modellguss“-Arbeiten auch aus PEEK gefräst werden.

Ein flexibler Workflow mit 3DIP

  • ZTM Roland Rager im Gespräch mit Teilnehmern der Roadshow im Tagungszentrum in Stuttgart-Birkach.

  • ZTM Roland Rager im Gespräch mit Teilnehmern der Roadshow im Tagungszentrum in Stuttgart-Birkach.
    © Wolf
ZTM Guido Gäßler, Projektleiter Entwicklung bei CADdent, stellte das neueste Angebot aus dem Unternehmensportfolio vor, die „3dimensionale intelligente Planung“ (3DIP). Hierbei ergibt sich neben dem zielgenauen und sicheren Setzen von Implantaten durch die navigierte Bohrschablone auch eine ästhetisch anspruchsvolle Sofortversorgung. Mit diesem weiteren Schritt in die digitale Zahntechnik stärkt CADdent das Dentallabor als Ansprechpartner für eine moderne Implantologie mit minimalinvasiven Eingriffen.

Und so funktioniert der komplette Workflow: Der Behandler gibt die erstellten DICOM-Daten (3D-Röntgendaten) inklusive der Abformung durch den Intraoralscan oder der konventionellen Abdrucknahme an sein Partnerlabor weiter. Diese Daten werden im Anschluss im Labor digitalisiert und der Zahntechniker hat nun die Möglichkeit, eine virtuelle Aufstellung vorzunehmen.

  • Fertige Arbeiten zum Anfassen durften bei der Roadshow natürlich nicht fehlen.

  • Fertige Arbeiten zum Anfassen durften bei der Roadshow natürlich nicht fehlen.
    © CADdent
Die gewonnenen Daten werden nun auf das Portal von CADdent hochgeladen. Dort erfolgen in Absprache die Implantatplanung sowie die Herstellung der Bohrschablone und anderer gewünschter Komponenten. Diese werden dann im halbfertigen Zustand an den Kunden ins Dentallabor geschickt, wo er sie dann selber ausarbeitet und veredelt. Durch dieses Konzept bleibt die volle Wertschöpfung dieses Produktes beim CADdent-Partner im Labor.

Das CADdent Bundle umfasst dabei das 3D-gedruckte Modell, Laboranalog, die Bohrschablone, Klebebasis, das individuelle ZrO2-Abutment, Einbringhilfe, Schraube und das Provisorium aus PMMA.

  • Willkommenes Präsent für daheim oder zum sofort Trinken nach einem informationsreichen und interessanten Abend: Das Augsburger CADdent-Jubiläumsbier zum 10-jährigen Bestehen des Unternehmens.

  • Willkommenes Präsent für daheim oder zum sofort Trinken nach einem informationsreichen und interessanten Abend: Das Augsburger CADdent-Jubiläumsbier zum 10-jährigen Bestehen des Unternehmens.
    © CADdent
„Ein Blumenstrauß, aus dem man sich einzelne schöne Blumen herausnehmen kann“ – so fasste Guido Gäßler den vorgestellten Workflow zusammen, denn: Jedes Labor kann individuell selbst entscheiden, wie viele und welche der beschriebenen Schritte des Workflows die Spezialisten des Laser- und Fräszentrums übernehmen.

Einen detaillierten Anwenderbericht über den 3DIP-Workflow und seine Möglichkeiten finden Interessierte unter www.ztm-aktuell.de/3dip


Weitere Informationen:

www.caddent.eu

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: M. A. Susanne Wolf


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