Industrie-Report


ZAHNWERK vertreibt den neuen Imetric-Scanner IScan L2i

19.11.2018

Imetric 3D ist ein Anbieter von 3D-Scansystemen mit Sitz in Courgenay im Schweizer Kanton Jura. Das Unternehmen ist international als Vorreiter im Bereich optische Vermessungstechnologie bekannt und betreut Kunden aus unterschiedlichsten Industriezweigen. Offizieller Reseller in Deutschland ist ZAHNWERK, ein professionelles Fertigungszentrum für Frästechnik und 3D-Druck. Jetzt haben die Partner die Markteinführung der Software IScan3D V9 und des neuen Scanners IScan L2i bekannt gegeben.

  • Abb. 1: Dr. Horst Beyer.

  • Abb. 1: Dr. Horst Beyer.
    © ZAHNWERK
Das Unternehmen Imetric 3D entstand aus einem Spin-off der ETH Zürich im Jahr 1992. Unternehmensgründer und Geschäftsführer ist Dr. sc. techn. ETH Horst Beyer (Abb. 1). Die ersten Produkte wurden vornehmlich in der industriellen Messtechnik eingesetzt; viele von ihnen entstanden in Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Zu den Entwicklungsleistungen gehörte z.B. schon 1997 eine Kamera mit einer per Computer ermittelten Wiederholgenauigkeit von 0,008 mm über eine Distanz von 10 m. 2006 erfolgte der Einstieg in die Dentalbranche. Mit dem IScan L1 wurde ein schneller, preisgünstiger und genauer Desktop-Scanner für den Einsatz im Dentallabor vorgestellt.

  • Abb. 2: ZAHNWERK Frästechnik vertreibt den neuen Imetric 3D-Scanner IScan L2i.

  • Abb. 2: ZAHNWERK Frästechnik vertreibt den neuen Imetric 3D-Scanner IScan L2i.
    © ZAHNWERK
ZAHNWERK Frästechnik wurde 2006 gegründet. Vom Unternehmenssitz in Solingen aus werden Kunden aus der Region, ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus betreut. Der Scanner-Vertrieb war von Anfang an Teil des Leistungsportfolios; ZAHNWERK selbst arbeitet parallel mit verschiedenen CAD-Systemen. Seit 2015 ist der Dienstleister offizieller Vertriebspartner von Imetric 3D (Abb. 2).

Das Scanner-Sortiment

  • Abb. 3: Bei ZAHNWERK werden mit dem Hochpräzisions-Scanner z.B. weitspannige direkt verschraubte Stegkonstruktionen gefertigt.

  • Abb. 3: Bei ZAHNWERK werden mit dem Hochpräzisions-Scanner z.B. weitspannige direkt verschraubte Stegkonstruktionen gefertigt.
    © ZAHNWERK
Die Imetric 3D-Dentalscanner basieren auf den gleichen Basistechnologien wie die industriellen Lösungen des Unternehmens. Es werden sowohl individuelle als auch Standardprodukte für OEM-Partner und Endverbraucher hergestellt.

Die L1-Serie umfasst drei Modellvarianten: Das Einstiegsmodell eignet sich für Kronen und Brücken, Modellguss, Prothesen, Inlays/Onlays etc. Es lässt sich aufrüsten zum IScan L1m, wenn neben Standardindikationen zusätzlich individuelle Abutments hergestellt werden sollen. Zudem ist ein Upgrade auf L1i möglich. Dieser galt bisher als das Nonplusultra in Sachen Genauigkeit und ermöglicht beispielsweise auch die Herstellung weitspanniger, direkt verschraubter Brücken und Stege (Abb. 3). Bei ZAHNWERK hat sich dieses Modell in der Vergangenheit bestens bewährt. Nun wird das Flaggschiff des Scanner-Sortiments vom neuen IScan L2i abgelöst.

Die technischen Daten

  • Abb. 4: ZT Darko Savic.

  • Abb. 4: ZT Darko Savic.
    © ZAHNWERK
ZT Darko Savic, einer der Geschäftsführer von ZAHNWERK (Abb. 4), erläutert die Spezifikationen des IScan L2i: „Das neue System ist z.B. statt mit einem USB 2.0- mit einem USB 3.0-Anschluss und statt mit 1,3-Megapixel- mit 2-Megapixel-Kameras ausgestattet (Abb. 5). Die Hauptsache für den Anwender ist: Der neue Scanner ist wesentlich schneller und noch genauer als der bisherige. Das Scan-Volumen beträgt im Durchmesser 110 mm und in der Höhe bis zu 80 mm. Ein Ganzkiefermodell kann jetzt in weit unter 30 Sekunden vermessen werden. Natürlich gibt es auch weiterhin den praktischen Multi- Die-Modus. Hinsichtlich der Datenqualität gibt der Hersteller ein Rauschen von < 5 μm, eine Wiederholgenauigkeit von < 10 μm und – bezogen auf den kompletten Kiefer – eine Genauigkeit von weit unter 15 μm an. Imetric zeichnet aus, dass sich die Angaben zur Präzision hier auf das gesamte Messfeld beziehen. Im Unterschied dazu geben andere Hersteller i.d.R. nur Werte nach dem relativ kleinen Testobjekt der DIN EN ISO 12836 an. Der L2i ist damit für die hochpräzise Erfassung von Implantatpositionen prädestiniert. Durch spezielle von Imetric 3D entwickelte und zertifizierte Scan-Adapter werden die Positionen im Komplettkiefer mit Genauigkeiten von < 5 μm erfasst. Die Software IScan3D V9 hat eine neue Benutzeroberfläche und bietet dem Anwender einen vereinfachten Workflow mit weniger Klicks bei gleichzeitig mehr Flexibilität“ (Abb. 6).
  • Abb. 5: Aufnahme des IScan L1i mit 1,3-Megapixel-Kameras (links) und Aufnahme des IScan L2i mit 2-Megapixel-Kameras (rechts).
  • Abb. 6: Screenshot aus der neuen Software IScan3D V9.
  • Abb. 5: Aufnahme des IScan L1i mit 1,3-Megapixel-Kameras (links) und Aufnahme des IScan L2i mit 2-Megapixel-Kameras (rechts).
  • Abb. 6: Screenshot aus der neuen Software IScan3D V9.

Die Aufnahmetechnologie

Während des Scans wird heterodynes, phasenverschobenes strukturiertes Weißlicht auf das Objekt projiziert. Die 3D-Rekonstruktion erfolgt in einem Photogrammetrie-Verfahren. Daneben greifen viele technische Details ineinander, um eine exzellente Datenqualität zu erzielen. Dazu gehören eine fortgeschrittene proprietäre Kalibriertechnik inklusive der Überwachung des Kalibrierstatus und der Temperaturkontrolle beim Scanprozess. Bei den Scan-Adaptern handelt es sich um metallische Präzisionsteile mit sehr geringen Toleranzen von < 5 μm und die Implantatpositionen werden für den Datentransfer extra als XML-Dateien hinterlegt.

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Weitere Informationen:

ZAHNWERK Frästechnik
Lindgesfeld 29a
42653 Solingen
info(at)zahnwerk.eu
www.zahnwerk.eu


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