Totalprothetik

Teil 1

Ästhetik oder womit verdienen wir zukünftig unser Geld?

Ästhetik muß für jeden Zahntechniker erlernbar, reproduzierbar und vor allem leichter werden.
Ästhetik muß für jeden Zahntechniker erlernbar, reproduzierbar und vor allem leichter werden.

Indizes: Ästhetik, Technologiesprung, Wirtschaftlichkeit,

Arbeitsprozeßgestaltung, Zirkonverblendkrone, press&smile Konzept

Die Zukunft der zahntechnischen Handwerksbetriebe in Deutschland wird zur Zeit

kontrovers diskutiert. Unter dem steigenden Druck preiswerter Anbieter aus dem

In- und Ausland scheint Zahntechnik „made in Germany“ besonders dieser Entwicklung nichts entgegensetzen zu können. Deshalb ist die Neuordnung zahntechnischer Arbeitsprozesse bei der Suche nach Lösungen von enormer Bedeutung, denn diese sind essentiell verantwortlich für eine verläßliche, reproduzierbare und wirtschaftliche Ergebnisqualität unserer täglichen Arbeit.

Die individuelle Gestaltung von Zahnersatz wird auch zukünftig ein attraktiver Wachstumsmarkt in der Zahntechnik bleiben. Schöne Zähne im sichtbaren Bereich werden von dem Patienten klar einer „wichtigen Notwendigkeit“ im Leben zugeordnet, für die jetzt und in Zukunft viel Geld ausgeben wird.

Zirkonoxid-Goldstandard ist längst erreicht

Zirkonoxid hat den Status von Goldlegierungen in der Prothetik aus den vergangenen Jahrzehnten längst erreicht und manifestiert diese Position durch kräftig steigende Verkaufszahlen. Dem Einfluß von Zirkonoxid kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Die Botschaft für den Patienten lautet: „Innen weiß und außen auch“. Sie ist treibende Kraft für die Verbreitung des Werkstoffes und wird effektiv durch die Zahnarztpraxis kommuniziert. Zwar ist diesem Material nicht die Verbesserung des ästhetischen Standards unserer zahntechnischen Arbeiten zu verdanken, doch hat es uns die Tür zu weitspannigem vollkeramischen Zahnersatz geöffnet.
In der Frage der zirkongestützten Gerüststruktur werden die großen Technologiesprünge im Bereich der Indikationen und der Anwendersoftware externer  Scannereinheiten zu finden sein. Begleitet wird diese Entwicklung von den Möglichkeiten zentralisierter Gerüstfertigung (Abb. 1). Schon jetzt reicht das Anwendungsspektrum von der rein virtuellen Gerüstgestaltung bis zur Implantatplanung.

Ästhetik ist ein sicherer Zukunftsmarkt

Diese nationale Domäne gilt es von Seiten der Zahntechniker zu perfektionieren, denn sie wird durch nationale sowie internationale Betriebe auf Distanz immer nur mittelmäßig zu realisieren sein und somit keinen Wettbewerb darstellen. Indizien dafür sind die verbreitete Erkenntnis der Fachleute, daß bedürfnisorientierter, attraktiver Zahnersatz nur in enger Kooperation zwischen Zahnarzt und zahntechnischem Betrieb Vorort gefertigt werden kann. Um aus den Erlösen ästhetischer zahntechnischer Leistungen ausreichend wirtschaftliche Rentabilität erzielen zu können, muß zunächst eine exakte Standortbestimmung in punkto Ästhetik in deutschen Laboren geführt werden.

  • Abb. 1: Der Einsatz von externen Scannern im zahntechnischen Labor reicht von der virtuellen Gerüstgestaltung bis zur Implantatplanung.
  • Abb. 2: Die untere Kronenansicht wurde von einem Kollegen ohne keramische Kenntnisse erstellt. Die Abbildungen beschreiben den fachlichen Entwicklungsverlauf desselben Mitarbeiters nach wenigen Wochen.
  • Abb. 1: Der Einsatz von externen Scannern im zahntechnischen Labor reicht von der virtuellen Gerüstgestaltung bis zur Implantatplanung.
  • Abb. 2: Die untere Kronenansicht wurde von einem Kollegen ohne keramische Kenntnisse erstellt. Die Abbildungen beschreiben den fachlichen Entwicklungsverlauf desselben Mitarbeiters nach wenigen Wochen.

Limitierende Faktoren allgemein:

  • Ästhetische Leistungen werden von Seiten der Zahntechniker oft kostenlos durchgeführt, um lukrativere Aufträge aus den Zahnarztpraxen zu erhalten.
  • Den Ausbildungsbetrieben sowie Meisterschulen in Deutschland ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen den Wissensstand in bezug auf ästhetischen Zahnersatz neu zu definieren und zu Schulungsschwerpunkten oder zur Spezialisierung zu erklären.
  • Ästhetik wird in jeden Betrieb unterschiedlich unterwiesen und ist keine reproduzierbare Arbeitsdisziplin.
  • Ästhetik liegt stark im Auge des Betrachters und ist vom Geschmack des Kunden (=Patient) abhängig, der dem überwiegenden Anteil an Zahntechnikern nicht zugänglich ist.

Die keramische Verblendung, ein Sanierungsfall?

Der Arbeitsprozeß der keramischen Verblendung ist im Laboralltag am engsten mit dem Wort Ästhetik in Verbindung zu bringen. Haben wir uns in den letzten Jahrzehnten auf die Verbesserung von Verblendkeramiken konzentriert, so wurde der reine Arbeitsprozeß der keramischen Verblendung von niemand in der Branche in Frage gestellt. Der traditionelle Arbeitsablauf zur Herstellung einer Zirkonoxidverblendkrone ist aus folgenden Gründen statisch und unflexibel:

  • Die anatomische Darstellung von Zahnformen mit Keramikpulver und Flüssigkeit ist anspruchsvoll und bedarf einer großen Portion Talent sowie mehrjähriger Weiterbildung.
  • Weiterbildende Maßnahmen zum Erreichen meisterlichen Könnens sind für den Betrieb kostenintensiv und erwarten eine langjährige Bindung des Mitarbeiters.
  • Die keramische Verblendung kann aufgrund der Höhe des Herstellungspreises kein günstiges Massenprodukt sein.
  • Der Umgang mit Verblendkeramik ist nicht standardisierbar.
  • Die keramische Verblendung ist stark im Abteilungswesen eingebunden.

Die traditionelle Herstellung einer Zirkonoxidverblendkrone hat somit unter dem Preisdruck des internationalen Wettbewerbes einen schweren Stand. Deshalb benötigen wir ein zeitgemäßes Verfahren zur Herstellung einer Zirkonoxidverblendkrone das folgende Anforderungen erfüllt: Zum einen muß jeder Mitarbeiter im zahntechnischen Betrieb „Keramik können“. Außerdem sollte die „Lernkurve“ zur Herstellung von Keramikverblendungen niedrig oder nicht vorhanden sein. Des weiteren muß Keramik talentlos und ohne Vorkenntnisse erlernbar sein und das gesamte Spektrum von low-price bis high-esthetic in einem Arbeitskonzept als Standard definiert sein (Abb. 2).

  • Abb. 3: Das press&smile Konzept ermöglicht dem Zahntechniker ohne verblendkeramische Kenntnisse eine 1 zu 1 Kopie seiner Wachsmodellation in die Welt der Vollkeramik.
  • Abb. 4: Das press&smile Arbeitskonzept verzichtet auf den Einsatz von Linermaterialien. Der elfenbeinfarbene Gerüstfarbton (Cecon base colored) dient als farbtragende Basis. Die Preßpellets sind auf diesen Farbton abgestimmt.
  • Abb. 3: Das press&smile Konzept ermöglicht dem Zahntechniker ohne verblendkeramische Kenntnisse eine 1 zu 1 Kopie seiner Wachsmodellation in die Welt der Vollkeramik.
  • Abb. 4: Das press&smile Arbeitskonzept verzichtet auf den Einsatz von Linermaterialien. Der elfenbeinfarbene Gerüstfarbton (Cecon base colored) dient als farbtragende Basis. Die Preßpellets sind auf diesen Farbton abgestimmt.

  • Abb. 5: Nur die verkleinerte Zahnform bietet ausreichend Sicherheit vor Schwerkräften im Mund.
  • Abb. 5: Nur die verkleinerte Zahnform bietet ausreichend Sicherheit vor Schwerkräften im Mund.

Wozu brauchen wir die press&smile Technologie?

Das Arbeitskonzept cercon press&smile erstellt in der Hälfte der Arbeitszeit eine ebenbürtige Zirkonoxidverblendkrone bei gleichen Kosten (Abb. 3). Cercon base colored:

  • Abb. 6: Die Bearbeitung von Zirkonoxid ist immer mit der wassergekühlten Turbine in Kombination mit geeigneten Spezialschleifkörpern durchzuführen.

  • Abb. 6: Die Bearbeitung von Zirkonoxid ist immer mit der wassergekühlten Turbine in Kombination mit geeigneten Spezialschleifkörpern durchzuführen.
Das press&smile Arbeitskonzept basiert auf der elfenbeinfarbenen Gerüstbasis von Cercon base colored (Abb. 4). Alle Pelletfarben sind auf diesen Grundton abgestimmt. Das Konzept empfiehlt den Verzicht jeglicher Linermaterialien. Zur Information: Der Liner erzielt grundsätzlich keine haftsteigernde Wirkung zwischen Gerüst und Keramik. Verzichtet man auf den Liner, bringt das zwei Vorteile: Zum einen reduziert es die Gesamtproduktionskosten pro Krone um etwa fünf Prozent und sorgt zum anderen für verläßliche Haftverbundwerte durch verbesserte Verfahrensabläufe.

Die Gerüstfarbe ist einheitlich, so daß das jeweilige Pellet die farbliche „Musik“ spielt. Bei Einsatz eines weißen Gerüstes wird mit Liner A3,5 abgetönt, um das Farbkonzept nutzen zu können.

Gerüstherstellung: Die Gerüstgestaltung erfolgt mit Cercon eye, Cercon art oder den Informationen Ihrer gescannten Wachsmodellation. Achtung: Nur die verkleinerte anatomische Gerüstform bietet die nötige Sicherheit gegen auftretende Scherkräfte im Mund (Abb. 5). Das Gerüst wird mit der Sirius professional-turbine gegebenenfalls veredelt und zervikal ausgedünnt. Die Nachbearbeitung erfolgt immer mit Wasser und geeigneten Zirkonoxidschleifkörpern (Abb. 6). Die Mindeststärke beträgt 0,6 mm, im Randbereich wird stärker ausgedünnt. Die Übergänge sind weich und abgerundet. Die Gerüststruktur wird mit Edelkorund 125? und 2 bar gestrahlt und abgedampft. Die Oberfläche muß fettfrei und gesäubert sein (Abb. 7).

Modellation und Anstiften: Press&smile ermöglicht eine detailgetreue Kopie Ihrer Wachsmodellation in Keramik. Grundsätzlich haben alle allgemeinen Angaben aus dem Bereich Preßkeramik weiterhin Gültigkeit (Abb. 8). Allerdings sollte man kein Wachs mit einem hohen Anteil an Oxiden verwenden, sondern statt dessen ein Wachs für die Preßtechnik einsetzen. Auch sollte man auf Netzmittel, Vaseline, Entspannungsmittel und ähnliches verzichten. Darüber hinaus sind verunreinigte Modellierinstrumente und Modellationskunststoff ungeeignet und man sollte immer auf Sauberkeit am Arbeitsplatz achten.

Präfabrizierte Kauflächen: Ein Modellarchiv unversehrter Kauflächen dient als Vorlage für präfabrizierte Wachskauflächen. Ähnliche Hilfe bietet eine Replika anatomisch ausgeformter Prothesenzähne. Unter Berücksichtigung aller funktionellen Kriterien werden präfabrizierte Kauflächen positioniert und anschließend im Artikulator verfeinert. Die Wachsmodellation ist vollanatomisch abzuschließen. Sowohl approximale als auch okklusale Kontakte werden in der definitiven Anatomie modelliert – ohne Überkonturierungen (Abb. 9 und 10). Die Vorteile präfabrizierter Kauflächen liegen in einer Reduzierung der Modellationszeit pro Krone um 60 Prozent und der Tatsache, daß jeder Zahntechniker, der den Umgang mit Wachs beherrscht auch „Keramik kann“. Das Arbeitskonzept von press&smile trennt die prothetische Formgebung von der Farbgebung.

Sägemodelle: Die Kopie der Wachsmodellation in Vollkeramik ist sehr präzise. Aus diesem Grund ist es möglich, bei der Herstellung von Einzelzahnkronen auf Sägemodelle zu verzichten. Wir empfehlen die Verwendung eines jungfräulichen Scanstumpfes auch zum späteren Verfeinern der Gerüststruktur. So kann durch geschickte Moderation von Einzelkronenarbeiten in den zahntechnischen Betrieben auf die Anfertigung von Sägemodellen komplett verzichtet werden.

Arbeitsablauf einer press&smile Einzelzahnkrone

  1. Erstabguß des jungfräulichen präparierten Einzelstumpfes
  2. Freilegung der Präparation
  3. Scannen der Stumpfoberfläche
  4. Virtuelle Gestaltung am Bildschirm
  5. Veredelung der Gerüstränder auf dem Scanstumpf
  6. Aufpassen auf einem artikulierten, ungesägten Meistermodell
  7. Modellation der gesamten Anatomie in Wachs
  8. Pressen in press&smile
  9. Farbgebung
  10. Glasur

  • Abb. 7: Das Gerüst wurde auf dem Meisterstumpf (Scanstumpf) ausgedünnt und anschließend auf das artikulierte Meistermodell gesetzt. Das Sägemodell wird gar nicht erst artikuliert.
  • Abb. 8: Mit verblüffender Leichtigkeit wird in wenigen Arbeitsschritten ein überzeugendes Ergebnis erzielt.
  • Abb. 7: Das Gerüst wurde auf dem Meisterstumpf (Scanstumpf) ausgedünnt und anschließend auf das artikulierte Meistermodell gesetzt. Das Sägemodell wird gar nicht erst artikuliert.
  • Abb. 8: Mit verblüffender Leichtigkeit wird in wenigen Arbeitsschritten ein überzeugendes Ergebnis erzielt.

  • Abb. 9: Aus einem Archiv von unversehrten natürlichen Zähnen werden die präfabrizierten Kauflächen auf dem Gerüst positioniert...
  • Abb. 10: ... und im Artikulator verfeinert.
  • Abb. 9: Aus einem Archiv von unversehrten natürlichen Zähnen werden die präfabrizierten Kauflächen auf dem Gerüst positioniert...
  • Abb. 10: ... und im Artikulator verfeinert.

  • Abb. 11: Die Verwendung von Wachsfertigteilen sorgt für einheitliche Anstiftung und „Navigation“ in der Muffel. Die Anstiftung erfolgt von „dick nach dünn“.
  • Abb. 12: Das Gerüst muß während des Preßvorgangs auf den Einbettmassestumpf gedrückt werden.
  • Abb. 11: Die Verwendung von Wachsfertigteilen sorgt für einheitliche Anstiftung und „Navigation“ in der Muffel. Die Anstiftung erfolgt von „dick nach dünn“.
  • Abb. 12: Das Gerüst muß während des Preßvorgangs auf den Einbettmassestumpf gedrückt werden.

  • Abb. 13: Bei der Verwendung des Degudent PressMaster wird die Modellation zunächst auf die Anstiftfolie gewachst.
  • Abb. 14: Jede Einheit erhält einen Versorgungskanal, Molarengrößen benötigen sogar zwei Kanäle.
  • Abb. 13: Bei der Verwendung des Degudent PressMaster wird die Modellation zunächst auf die Anstiftfolie gewachst.
  • Abb. 14: Jede Einheit erhält einen Versorgungskanal, Molarengrößen benötigen sogar zwei Kanäle.

  • Abb. 15: Die Pressungen sind sehr detailgetreu und homogen.
  • Abb. 16: Die Einbettmasse muß in Ihrem WAK-Wert perfekt auf Zirkonoxid abgestimmt sein, Toleranzen oder unterschiedliche Expansionen sind nicht akzeptabel.
  • Abb. 15: Die Pressungen sind sehr detailgetreu und homogen.
  • Abb. 16: Die Einbettmasse muß in Ihrem WAK-Wert perfekt auf Zirkonoxid abgestimmt sein, Toleranzen oder unterschiedliche Expansionen sind nicht akzeptabel.



Anstiften: Zur Anstiftung der Modellation sind konfektionierte Wachsfertigteile zu bevorzugen. Der Durchmesser beträgt drei mm. Der Anstiftwinkel beträgt 30-45°. Alle Übergänge sind glatt zu gestalten. Die Fließrichtung verläuft immer von „dick nach dünn“. Der Kanal wird an der stärksten Stelle der Wachsmodellation glatt angesetzt. Die Wachsobjekte werden nie mit Entspannungsmittel oder anderen Netzmitteln behandelt. Scharfe Kanten führen zu unerwünschten Verwirbelungen des Injektionsmaterials (Abb. 11 und 12).

Vorbereitende Maßnahmen: Fluten Sie den Preßofen vor Arbeitsbeginn einmalig mit einem vollständigen Preßzyklus, um die Schlauchleitungen und Systeme durchzuspülen. Verwenden Sie Einmalpreßstempel, um eine optimale Werkstoffabstimmung mit dem Pellet zu erreichen. Einmalstempel, sowie Pellets werden nicht vorgewärmt. PressMaster: Cercon PressMaster ermöglicht die Pressung großvolumiger Modellationen ebenso wie die Verwendung unterschiedlicher Pelletfarben in einem Preßzyklus. Die Modellation wird auf der Folie platziert. Die Wachsmindeststärke beträgt 0,4 mm, das maximale Wachsgewicht sechs g (20 g Pellet). Die Pellets können mit Fixpaste verbunden werden, um die Platzierung in der heißen Muffel zu erleichtern. Die Segmentdarstellung reduziert die Ausbettzeiten. Die Anwendung von Cercon PressMaster erwartet eine verlängerte Vorwärmzeit im Ofen (Abb. 13 bis 15).

Einbetten: Bei der Verwendung von Speed-Einbettmassen müssen die Verarbeitungshinweise besonders beachtet werden. Der Muffelring kann sehr dünn mit Vaseline ausgerieben werden, die Aushärtung erfolgt drucklos. Speed-Einbettmassen sind vorteilhaft, erwarten jedoch eine strenge Berücksichtigung der Gebrauchsanweisung (Abb. 16).

Pelletauswahl: Der Rezeptur der Pellets wird eine ganz entscheidende Bedeutung zuteil. Sie muß den Ansprüchen an lichtoptischen Phänomenen gerecht werden und dem Anwender die Vielseitigkeit natürlicher Zahnfarben anbieten (Abb. 17). Das press&smile Vollsortiment wurde bewußt „schlank“ gehalten. Mit nur vier Enamel- und zwei Dentinfarben können Sie eine Vielzahl natürlicher Zahnfarben gestalten (Abb. 18).

Pressvorgang: Das Pressen erfolgt in Anlehnung an die Herstellerangaben (Abb.19). Der Ofen muß morgendlich geflutet werden. Eine werksseitige Kalibrierung empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen (Abb. 20).

Ausbetten:
Die Ausbettung erfolgt mit Strahlsand der Körnung 125? und 2,2 bar. Das Preßobjekt ist nicht fragil (Abb. 21 und 22).

Ausarbeitung: Die Ausarbeitung geschieht mit der Sirius professional turbine unter ausreichender Wasserkühlung und den geeigneten Schleifkörpern. Lediglich die Oberflächen und Feinstkorrekturen der Okklusion können mit dem Mikromotor gefertigt werden. Cercon press&smile ist eine Vollkeramik und muß somit wassergekühlt ausgearbeitet werden, um eine Materialschädigung zu vermeiden. Zur Aufnahme der Farbe wird die Kronenoberfläche mit 5? Edelkorund angestrahlt. Lokale Bereiche können gummiert werden (Abb. 23 bis 26).

Farbgebung/Glasur: Die Oberfläche muß sauber und gereinigt sein. Press&smile nimmt die Kolorierung schwammartig auf. Mit minimalem Einsatz von Cercon body stains erreichen Sie verblüffende Ergebnisse.
Mit dem Glasurbrand wird die Arbeit fertiggestellt. Der Glanzbrand sollte mit Vakuum durchgeführt werden, um optionale Ergänzungen mit Keramik durchführen zu können (Abb. 27).
Es kann ein farbgebender Malfixierbrand durchgeführt werden. Die Farbe ist nach dem Brennen matt und wird erst mit der abschließenden Glasur brillant (Abb. 28 bis 31).

Teil 2 erscheint in der ZTM-Novemberausgabe und beschreibt die Möglichkeiten der press&smile Technik im Frontzahnbereich. Klinische Bilder sowie ein Troubleshooting ergänzen den Beitrag.
  • Abb. 17: Das Vollsortiment hat lediglich vier Schmelzfarben und zwei Dentinfarben. Weitere Tönungen der jeweiligen Farbgruppe werden durch Malfarben erreicht.
  • Abb. 18: Mit vier Enamel- und zwei Dentinfarben lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Zahnfarben gestalten.
  • Abb. 17: Das Vollsortiment hat lediglich vier Schmelzfarben und zwei Dentinfarben. Weitere Tönungen der jeweiligen Farbgruppe werden durch Malfarben erreicht.
  • Abb. 18: Mit vier Enamel- und zwei Dentinfarben lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Zahnfarben gestalten.

  • Abb. 19: Neuartige Muffelsysteme ermöglichen die Überpressung von weitspanningen Brücken und Implantatversorgungen bis zu einem Injektionsvolumen von 20 Gramm. Auch herausnehmbare Brücken können überpreßt werden.
  • Abb. 20: Die Pellets werden nicht vorgewärmt. Der Einsatz von Materialien mit unterschiedlichen WAK-Werten, wie z. B. Mehrwegstempel ist unbedingt zu vermeiden. Einbettmassestempel zur Einmalverwendung erzielen die besten Ergebnisse.
  • Abb. 19: Neuartige Muffelsysteme ermöglichen die Überpressung von weitspanningen Brücken und Implantatversorgungen bis zu einem Injektionsvolumen von 20 Gramm. Auch herausnehmbare Brücken können überpreßt werden.
  • Abb. 20: Die Pellets werden nicht vorgewärmt. Der Einsatz von Materialien mit unterschiedlichen WAK-Werten, wie z. B. Mehrwegstempel ist unbedingt zu vermeiden. Einbettmassestempel zur Einmalverwendung erzielen die besten Ergebnisse.

  • Abb. 21: Die Preßergebnisse sind exzellent. Eine zahnähnliche Anmutung ist automatisch erkennbar.
  • Abb. 22: Im dünnwandigen Randbereich dominiert die Gerüstfarbe, im Schmelzanteil überwiegt die Schmelzfarbe des Pellet.
  • Abb. 21: Die Preßergebnisse sind exzellent. Eine zahnähnliche Anmutung ist automatisch erkennbar.
  • Abb. 22: Im dünnwandigen Randbereich dominiert die Gerüstfarbe, im Schmelzanteil überwiegt die Schmelzfarbe des Pellet.

  • Abb. 23: Leichte Korrekturen, sowie die Vorbereitung der oberflächlichen Textur erfolgt mit dem Diamanten. Auch beim Gummieren ist auf ausreichende Kühlung der Oberfläche zu achten.
  • Abb. 23: Leichte Korrekturen, sowie die Vorbereitung der oberflächlichen Textur erfolgt mit dem Diamanten. Auch beim Gummieren ist auf ausreichende Kühlung der Oberfläche zu achten.


  • Abb. 24: Die Vorpolitur der Oberfläche erfolgt mit Upofix Typ 3 Bürsten bei geringer Wärmeentwicklung.
  • Abb. 25: Leichte Korrekturen, sowie die Vorbereitung der oberflächlichen Textur erfolgt mit dem Diamanten. Auch beim Gummieren ist auf ausreichende Kühlung der Oberfläche zu achten.
  • Abb. 24: Die Vorpolitur der Oberfläche erfolgt mit Upofix Typ 3 Bürsten bei geringer Wärmeentwicklung.
  • Abb. 25: Leichte Korrekturen, sowie die Vorbereitung der oberflächlichen Textur erfolgt mit dem Diamanten. Auch beim Gummieren ist auf ausreichende Kühlung der Oberfläche zu achten.

  • Abb. 26: Eine Kontrolle mit dem Scanpuder zeigt letzte Defizite der Formgebung. Das Silber muß jedoch ausnahmslos entfernt werden, um Verfärbungen zu vermeiden.
  • Abb. 27: Selbst ohne Einsatz von Farben wirkt die Krone zahnähnlich (mittlere Krone ohne Farbe, nur Glasur).
  • Abb. 26: Eine Kontrolle mit dem Scanpuder zeigt letzte Defizite der Formgebung. Das Silber muß jedoch ausnahmslos entfernt werden, um Verfärbungen zu vermeiden.
  • Abb. 27: Selbst ohne Einsatz von Farben wirkt die Krone zahnähnlich (mittlere Krone ohne Farbe, nur Glasur).

  • Abb. 28: Die Oberfläche wird mit 50? Aluminiumoxid und 1 bar Arbeitsdruck gestrahlt. Die Malfarbe verteilt sich dadurch gleichmäßig.
  • Abb. 29: Nach dem Malfixierbrand ist die Farbe lediglich fixiert und matt. Bei Nichtgefallen wird die Tönung durch Abstrahlen entfernt und anschließend erneuert.
  • Abb. 28: Die Oberfläche wird mit 50? Aluminiumoxid und 1 bar Arbeitsdruck gestrahlt. Die Malfarbe verteilt sich dadurch gleichmäßig.
  • Abb. 29: Nach dem Malfixierbrand ist die Farbe lediglich fixiert und matt. Bei Nichtgefallen wird die Tönung durch Abstrahlen entfernt und anschließend erneuert.

  • Abb. 30: Ein bis zwei Glasurbrände bringen die abschließende Brillanz der Keramik.
  • Abb. 31: Eindrücke der fertigen press&smile Brücke.Bei Nichtgefallen wird die Tönung durch Abstrahlen entfernt und anschließend erneuert.
  • Abb. 30: Ein bis zwei Glasurbrände bringen die abschließende Brillanz der Keramik.
  • Abb. 31: Eindrücke der fertigen press&smile Brücke.Bei Nichtgefallen wird die Tönung durch Abstrahlen entfernt und anschließend erneuert.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Carsten Fischer

Bilder soweit nicht anders deklariert: Carsten Fischer