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Nachbericht 4. CAD/CAM-Event von Schütz Dental in Kronberg

„Erfolg ist kein Glück, …

10.12.2018

Die Referenten am 1. Vortragstag (v. .): Dr. Oliver Ahlers, ZTM Vincent Fehmer, Novia Savic, Michael Konen, ZTM Niels Hedtke und ZTM Tim Dittmar.
Die Referenten am 1. Vortragstag (v. .): Dr. Oliver Ahlers, ZTM Vincent Fehmer, Novia Savic, Michael Konen, ZTM Niels Hedtke und ZTM Tim Dittmar.

… sondern nur das Ergebnis aus Blut, Schweiß und Tränen“ - mit dem Lied des Rappers Maximilian Diehn, besser bekannt als Kontra K, begrüßte Michael Stock (Schütz Dental Vertriebsleiter) die 240 Teilnehmer im voll besetzten CAMPUS MAXX in Kronberg. Praxen und Labore sind beim CAD/CAM-Event in Kronberg dabei, schließlich stehen hier Erfolgskonzepte für Praxen und Labore sowie Networking erfolgreicher Unternehmer im Fokus. „Schatten oder Licht – Sie entscheiden selber, in welche Richtung Sie gehen.“ Das zweitägige Netzwerktreffen war bis auf den letzten Platz besetzt. Wer später kam, musste sich im Stehen die erfolgsbasierten Unternehmensstrategien anhören. „Flügel wachsen einem nur, wenn man den Mut auch hat und springt.“ Los ging´s mit einem Programm, das mit Weitsicht gestaltet war und den richtigen Rahmen für ein einzigartiges Netzwerktreffen bot.

„Wir nehmen die Patienten, die Sie nicht wollen,“ humorvoll und mit Augenzwinkern nahm Priv.-Doz. Dr. M. Oliver Ahlers (Hamburg) den roten Faden für die Veranstaltung auf und stellte das Erfolgskonzept des CMD-Centrums in Hamburg vor. „Nach aktuellen Studien leiden ca. 10 Prozent unserer Patienten unter behandlungsbedürftigen, craniomandibulären Dysfunktionen (CMD).“ Die Herausforderung besteht darin, diese auffälligen Patienten qualifiziert zu befunden und zu betreuen.

Für den umtriebigen Funktionsspezialisten ist neben der Einbindung orthopädischer Faktoren die digitale instrumentelle Bewegungsaufzeichnung und computerassistierte funktionelle Bewegungsanalyse ein absolutes MUSS, „vor allem wenn es um zahntechnische Restaurationen bei CMD-Patienten geht.“ Die funktionelle Bewegungsanalyse ist praxisreif durch Konzepte wie das von Schütz Dental vertriebene zebris Vermessungssystem und die Software CMDtrace. Mit ihr ist „das Unmögliche möglich geworden, die Befundung wird in der Software digitalisiert und sicherer Zahnersatz wird mit dem Zahntechniker erarbeitet“. Eindrucksvoll und mit viel Enthusiasmus für die „Funktion“ lautete Dr. Oliver Ahlers Fazit: „und es rechnet sich für Sie – Ihre Patienten werden Sie lieben!“

Erfolg durch … passende Schienen

ZTM Vincent Fehmer (Universität Genf) nahm den Key Aspect von Dr. M. Oliver Ahlers auf und bezeichnete die digitale Funktionsdiagnostik als Schlüssel zur erfolgreichen Integration des digitalen Workflows. Einhergehend damit stellte der Wahlschweizer das neue zebris JMA Optic (Vertrieb durch Schütz Dental, Rosbach) als Vermessungssystem „kurz vor Raumschiff Enterprise“ vor. Auf Basis der digitalen Vermessungsdaten sei es möglich, Schienen herzustellen, die nach der Übertragung und Auslesung PASSEN. Im Vergleich der Herstellverfahren überwiegen die Vorteile der gefrästen gegenüber der im 3D-Druck-gefertigten Schiene. Als nachteilig bezeichnete Vincent Fehmer die Sprödigkeit sowie die bläuliche Farbe der gedruckten Schienen.

Evidence on wear – die Materialauswahl und deren klinische Überlebensraten sind ein weiterer Key Aspect. „Monolithische Keramikrestaurationen sind unseren Studien zufolge für den Seitenzahnbereich hervorragend. Frakturen sind ein Problem der Verblendkeramik“, gab Vincent Fehmer lächelnd zum Besten. Zum Schluss gewährte der sympathische Referent noch einen Blick in die Welt des virtual teeth tracking. Mit Apps und mobilen Endgeräten ist es zukünftig möglich, virtuell ein optiface durchzuführen. Jedoch nicht mit dem gleichen Ergebnis wie ein klassisches Mock-up, das der Patient immer noch live fühlen und sehen kann.

Erfolg ist … das neue Release Tizian Creativ Matera

Auch beim nächsten Vortrag ging es um die verschiedenen CAD/CAM-basierten Fertigungsmethoden, diesmal bezogen auf die digitale Totalprothetik. Von halbautomatisch, Fräsen, 3D-Drucken bis hin zur Hybridfertigung (Fräsen und 3D-Drucken), Novica Savic (exocad GmbH, Darmstadt) war sehr gut vorbereitet und erläuterte die Vor- und Nachteile: „Durchsetzen wird sich der 3D-Druck und das 2-Schritt-Fräsen, vor allem mit den zukünftig am Markt erscheinenden neuen Zahndatenbanken.“

Knopf gedrückt für neues Release, das als Tizian Software Anwendern zur Verfügung gestellt wird: Michael Kohnen (exocad GmbH, Darmstadt) präsentierte mit der Partial Framework Design-Software, wie Bits und Bytes beispielhaft in eine Teilprothese als Sekundärgerüst auf vier Taktil gescannten Teleskopen umgesetzt werden. Mit mehr als 30 neuen Features und über 130 Verbesserungen bereits existierender Funktionalitäten stellten die exocad-Repräsentanten das neue Release exocad DentalCAD 2.2 Valletta als umfangreichste Erweiterung in der Geschichte von exocad vor. Novica Savic erläuterte stolz: „Mit der Benennung des Releases gehen wir neue Wege - ab sofort tragen diese die Namen von kulturell wichtigen Städten. Den Anfang macht La Valletta, die Europäische Kulturstadt 2018.“

Erfolg ist … zurück in die Zukunft!

Gern als „die jungen Wilden in der Zahntechnik“ werden Niels Hedtke und Tim Dittmar von HD Zahntechnik (Ober-Mörlen) bezeichnet. Und auch dieses Mal hatten die beiden Zahntechnikermeister einen besonderen Auftritt vorbereitet. Als Vergangenheitsthema stellte Niels Hedtke den Patientenfall einer Unterkiefer-Totalprothese auf sechs Implantaten vor. Auch hier kam zebris als Vermessungssystem zum Einsatz, es folgte eine Schienentherapie, ein Wax-up zur Ästhetik- und Funktionsanprobe sowie die Fertigstellung mit der Presstechnik.

Und dann folgte der große Auftritt von Marty McFly und Dr. Emmett Brown mit dem Konzept „All in One“. Zurück in die Zukunft werden Versorgungen rein digital gefertigt. Beginnend mit einem digital erstellten Mock-up, einer gefrästen Gingiva bis hin zu 3D-gedruckten Kompositverblendungen. Das Gerüst wird im taktilen Scanverfahren und im subtraktiven Arbeitsablauf erstellt. Faszinierend ist die Produktionszeit – 30 Minuten bis hin zur fertigen Versorgung – Niels Hedtke und Tim Dittmar schürten Vorfreude auf „Zurück in die Zukunft“ und erhielten den angemessenen Applaus für einen mutigen Bühnenauftritt. HD Zahntechnik ist Mitglied des Schulungs-Netzwerks von Schütz Dental und bietet sein Wissen bei ihren Masterkursen an. Die Termine finden Sie hier

Erfolg ist … trainierte Willenskraft

„Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten“, darauf setzt Top-Speaker Marc Gassert. In seiner Ausbildung zum Shaolin-Mönch ging der gebürtige Bayer bis an seine Grenzen und absolvierte mit Willenskraft, Disziplin und Durchhaltevermögen die asiatische Kampfkunstausbildung. Anschaulich und sehr eindrucksvoll stellte er dar, dass körperliche Übungen zu mentalen Erfolgen und Motivation führen.

„Alles ist schwer, bevor es leicht wird“ – das erfuhr auch ein Teilnehmer aus dem Publikum, den er zum persönlichen Motivationstraining auf die Bühne einlud. Mit hoher und mitreißender Überzeugungskunst motivierte Marc Gassert ihn zu einer dreiminütigen Konzentrationsübung, bei der er sich mit rechtwinkligen Beinen in der Hocke halten musste. Toll, wie man Willenskraft innerhalb kürzester Zeit trainieren kann – wie einen Muskel. Marc Gassert und das Publikum zeigten sich mit Riesenapplaus beeindruckt. Doch damit nicht genug, der Top-Speaker lud ihn zu einer weiteren atemberaubenden Übung ein, bei der beide eine Eisenstange an ihre Hälse legten und auf Kommando aufeinander zugingen. „Fokussiere Dich“ rief er seinem Gegenüber zu und das gespannte Publikum sah eindrucksvoll und erleichtert, wie sich die starre Eisenstange beim Aufeinander zubewegen vollständig bog. Ein absolutes Highlight, das vom Publikum mit einem Riesenapplaus honoriert wurde. Diese einzigartige und vor allem gelöste Stimmung nahmen Marc Gassert und die Teilnehmer mit in die folgende Abendveranstaltung im Nubis, über den Dächern im Campus Kronberg.

  • Zahntechniker mit Leidenschaft: Michael Stock präsentierte Maxi Grüttner und Olaf van Iperen.

  • Zahntechniker mit Leidenschaft: Michael Stock präsentierte Maxi Grüttner und Olaf van Iperen.
    © Schütz Dental

Erfolg ist … Wissen und Wissen ist Macht!

„Ich habe noch nie so viele Schienen hergestellt,“ das behauptete Olaf van Iperen (Wachtberg) mit seinem holländischen Charme. „Schienen sind das wichtigste Bauelement, wenn ich sicheren Zahnersatz umsetzen möchte. Und zebris ist mein Erfolgsschlüssel, auch in der Implantatprothetik!“ Sein Marketingziel definiert er humorvoll mit „kein Einschleifen von Zahnersatz.“ Die Vermessung mit dem zebris-System (Schütz Dental) ist total einfach, aber die Herausforderung liegt in der zahntechnischen Umsetzung in einer fordernden Zahnmedizin. „Ihr Zahntechniker müsst wissen, worum es geht und Euch das Wissen aneignen,“ plädierte der enthusiastische Holländer an die anwesenden Zahntechniker. „Jeder Patientenfall ist ein Projektmanagement und auch wenn wir uns im digitalen Zeitalter bewegen – Kommunikation zählt weiterhin und ist Erfolgsfaktor Nummer 1. Es kommt nur ganz drauf an, was du bist. Also je mehr Du weißt und Dich positionierst, müssen Zahnärzte Dein Wissen abrufen. Und das ist gut so.“

Erfolg ist … ein Drohnenflug

Mit Drohne zum Zahnarzt, vielleicht ist das der Weg, um künftig Termindruck über den Luftweg zu kompensieren. Für ZTM Maxi Grüttner (Pößneck) ist es ein interessanter Aspekt, ihre vorhandene Kundenbindung noch weiter auszubauen. Ihr Erfolgskonzept basiert auf der komplett digitalen Zahntechnik. Die zebris Vermessung bietet sie mit einem eigenen Laboraußendienst an, PlaneFinder nutzt sie für die digitale Übertragung der Vermessungsdaten und ihr snap-on-smile-Schienenkonzept gibt den Weg zum passgenauen Zahnersatz vor. Spricht Maxi Grüttner über Zahntechnik, ist sie emotional mit Leidenschaft dabei und strebt nach digitalen Lösungen, wo es machbar ist. Auch in der 3D-navigierten Implantologie wird eine digitale Vorausplanung durchgeführt. Bohrschablonen werden im 3D-Druckverfahren für die Zahnärzte vorbereitet. Lediglich Mock-ups werden noch herkömmlich gefertigt – mit der wichtigen Botschaft, zur Motivation der Patienten. Und wer weiß, vielleicht fliegen diese zukünftig auch per Labordrohne zu den Patienten.

Erfolg ist … Networking

Zahntechniker Leon Felzmann (Karlsruhe) stellte die Frage „Wie gehen wir mit Erfolg um?“. Ganz einfach, „nicht abheben, sich immer selbst reflektieren und sich selbst durch den Erfolg motivieren“. Jugendlich, lustig und mit der Botschaft zum Networking ging Leon Felzmann auf sein Thema „2 Jahre Schütz Dental, Partnership und Success“ ein. „Nutzt auch hier im Campus Kronberg das Netzwerken und die Expertise Eurer zahntechnischen Freunde und Kollegen, denn nur dann sind wir erfolgreich und Erfolg ist das Tollste, was einem passieren kann!“

Erfolg ist … Labor-Consulting

„Jedes Labor braucht eine persönlichkeitsindividuelle Zukunftsstrategie mit dem besten Personal“, das stellte Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder als wichtigste Botschaft dar. Mit westfälischem Witz und sehr lebhaft zeigte er die Chancen von Laboren auf, wenn sie sich positionieren und sich bei den Zahnarztpraxen als unverzichtbarer Geschäftspartner platzieren. Personalprobleme, Nachwuchskräftemangel und fehlende Universitäts- bzw. Ausbildungsabsolventen – Zahnärzte und Labore stehen aktuell vor den gleichen Aufgaben, die es gemeinsam zu lösen gilt. „Viele Praxen werden keinen Nachfolger finden, junge Zahnärzte gehen nicht mehr in die Freiberuflichkeit und und und …,“ sehr eindrucksvoll stellte Karl-Heinz Schnieder dar, dass jetzt die „Zeit der Labore gekommen ist, zusammen mit ihren Kunden Weiterführungskonzepte auszuarbeiten und umzusetzen. Labor-Consulting ist das Kundenbindungs- und -findungsmittel.“

  • Daumen hoch von Schütz Dental-Vertriebsleiter Michael Stock für Prof. Dr. Wolfgang Richter (Mi.) und Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder.

  • Daumen hoch von Schütz Dental-Vertriebsleiter Michael Stock für Prof. Dr. Wolfgang Richter (Mi.) und Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Schnieder.
    © Schütz Dental

Und genau da setzt der Rechtsanwalt gemeinsam mit Schütz Dental mit einer eigenen Roadshow 2019 an. Inhaltlich geht es um „Zukunftsstrategien für mein Labor“, Start ist am 08. April 2019 in Hamburg, weiter geht es am 06. Mai in Berlin und am 20. Mai in Köln. Labore mit dem Blick auf Erfolg nutzen das Know-how des Münsteraner „Generation Golf“-Anwalts. Schütz Dental – „Partner der Labore“ heißt alle herzlich willkommen bei den anstehenden Roadshows, weitere Termine finden Sie hier.  

Erfolg ist … Virtual Reality

Prof. Dr. Wolfgang Richter definierte die neue digitale Welt zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn. Dauerte es früher noch Jahrzehnte bis sich technologische Entwicklungen durchgesetzt haben, ist der Fortschritt heute viel rasanter und die Aufgabe von Unternehmen ist, schneller darauf zu reagieren. „Amazon lässt grüßen. Durch die Online-Shop-Technologie sind mehr direkte Informationen über Kunden möglich. Der Online-Anbieter erfährt eine Zunahme an Absätzen bei zahnärztlichen Materialien, Instrumenten und Kleingeräten,“ für Prof. Richter ein klarer Trend in der Zahnmedizin, der das Online-Geschäft des klassischen Dentalfachhandels torpediert.

Doch auch die Diagnostik wird sich in der Zukunft ändern. Im Rahmen der Prävention und damit der Behandlung von Krankheiten, „und zwar bevor sie ausbrechen.“ Mixed Reality ist das Stichwort von Prof. Richter, es wird Einzug halten in der Therapie und Behandlung. “Es geht ganz stark um unsere inneren Einstellungen zur Zukunft und wie wir damit Zukunft gestalten. Also lassen Sie sich einfach überraschen und übernehmen Sie Verantwortung für Ihre eigene Zukunft als Zahnarzt und Zahntechniker.“ Eine durchaus motivierende Take-Home-Message, die Prof. Richter dem erfolgsorientierten Publikum mit auf den Weg gab.

Schütz Dental – Partner der Labore

Mit einem großartigen Mix an Themenbereichen, dem kompletten digitalen Workflow (vom Intraoral-Scan über die zebris Kiefergelenksvermessung, den optischen und taktilen Scan bis hin zum Fräsen), dem neuen optischen zebris System und der Laborconsulting-Roadshow zeigt Schütz Dental einmal mehr, dass sie sich ganz klar als Partner der Labore positionieren und gemeinsam Erfolgskonzepte entwickeln und umsetzen. Michael Stock fasste nach zwei motivierenden Fortbildungstagen zusammen: „Nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse, neu geknüpften Bekanntschaften, Netzwerke mit Ihren Kollegen aus der Zahnmedizin und Zahntechnik – und machen Sie was draus, denn … Erfolg ist kein Glück, sondern das Ergebnis aus Blut, Schweiß und Tränen.“

Claudia Gabbert, Nordquadrat PR + Marketing

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